Wenn ich in einer Quizshow dereinst gefragt werde, warum Anfang der 1960er in Spanien die meisten chinesischen Restaurants einmal länger geschlossen waren, weiß ich jetzt: wegen Dreharbeiten! Der Monumentalfilm 55 Tage in Peking wurde nämlich nicht in China gedreht, sondern eben in Spanien. Und während man auch dort chinesische Kulissen noch relativ einfach zusammenzimmern kann, ist das bei den unzähligen Statisten schon schwieriger. Die mussten halt ganzen Land angeworben werden.

Die österreichische Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 hat kürzlich einen umfangreichen Bericht namens „Glyphosat und Krebs: Gekaufte Wissenschaft“ veröffentlicht. Untertitel: „Die Tricks von Monsanto und der Beitrag der Behörden, um Glyphosat vor einem Verbot zu retten“. Allerdings gibt es nur eine deutsche Zusammenfassung, der Report (PDF) ist in Englisch verfasst.

Das kam (wahrscheinlich nicht zufällig) vor der morgigen Jahreshauptversammlung von Bayer, für die die Aktionäre hinsichtlich der geplanten Übernahme von Monsanto schon mal großen Gesprächsbedarf angemeldet haben.

Auf die Studie bin ich über einen Artikel bei Telepolis mit dem Titel „Glyphosat: Datenmasseure bei der Arbeit“ gestoßen. Schöner Begriff.

Der Goldesel unter den Pflanzenschutzmitteln soll 2019 neun Milliarden Euro ausspucken – 2012 belief sich die weltweite Nachfrage noch auf fünf Milliarden Euro.

Okay, eine Direktwahl des Bundespräsidenten ist vielleicht doch nicht der Weisheit letzter Schluss. Die Österreicher haben ja die Wahl, und deren Bundespräsident Van der Bellen haut solche Gedanken raus:

Wenn es so weitergeht … bei der tatsächlich um sich greifenden Islamophobie, wird noch der Tag kommen, an dem wir alle Frauen bitten müssen, ein Kopftuch zu tragen – alle – aus Solidarität gegenüber jenen, die es aus religiösen Gründen tun.

War hier jemand überrascht, dass das Brandenburger Tor nach dem Anschlag von Sankt Petersburg nicht in den russischen Nationalfarben angestrahlt wurde? Nein? Vielleicht schafft das ja die Begründung:

Ein Sprecher des Berliner Senats bestätigte die Entscheidung am Montag gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Zur Begründung führte der Mann an, St. Petersburg gehöre nicht zum Kreis der Partnerstädte von Berlin. Ausnahmen würden nach einer neuen Regelung nur in speziellen Fällen gemacht.

Ihr ahnt vielleicht, welche russische Großstadt man in der Liste der Partnerstädte von Berlin-Mitte findet. facepalm

Meine kleine Linksammlung: Schach zu Video-Tutorials und allem, was ich sonst noch mal brauchen kann. Beim Deutschen Schachbund gibt es eine sehr viel umfangreichere Linksammlung.

Video-Tutorials

Chess24-Geschwätzblitz
GM und IM spielen Blitzpartien gegen Nutzer und kommentieren sie dabei. Sehr lehrreich. Auf Englisch: Banter Blitz.

10-Day Chess Challenge
Ein 10-Tage-Trainingsprogramm zu Stellungsbewertung und Zugberechnung. Zeitaufwand jeweils etwa 30 Minuten.

How to Build Your Opening Repertoire with IM Valeri Lilov (Webinar Replay)

Building Chess Opening Repertoire – Step 1 – Getting reference database
Building Chess Opening Repertoire – Part 2 – Selecting Your Openings
Building Chess Opening Repertoire – Step 3 – Adding Custom Analysis
Aufbau einer eigenen digitalen Eröffnungsdatenbank.

Tutorials – SCID for the Chess Student

Learn Chess Openings with SCID Database

Software

CPU-Chess.com
Stellungen im Browser analysieren.

Scid
Kostenlose Schachdatenbank. Für die Analyse können zusätzliche Engines eingebunden werden.

Kostenlose Partiesammlungen (PGN)

The week in chess
Wöchentlich viele Hundert Partien aus aktuellen Turnieren und Ligen.

Millionbase
2,2 Millionen Partien mit vielen Klassikern.

ECO – Encyclopedia of Chess Openings
Die Zugfolgen zu allen ECO-Codes als einzelne Partien. Eine gute Grundlage für eine eigene Repertoire-Datenbank.

Sonstiges

Taktische Motive A-Z

Schachzitate gibt es hier und hier

Letze Aktualisierung: 21. April 2017

Ich stelle gerade fest, dass ich jetzt schon über ein halbes Jahr lang ohne Firefox unterwegs bin. Bereut habe ich den Umstieg auf Vivaldi bisher nicht, gefreut darüber habe ich mich hingegen schon öfter und begeistert bin ich an Tagen wie heute: Advanced tab muting.

You can now choose if you want to allow sounds in all tabs; only let the active tab play sound or let background tabs play sound as long as the active tab doesn’t.

Ein Traum! Außerdem kann man jetzt auch Links via Kontextmenü im selben Tab öffnen. Bisher war man da ja der Willkür der Seitenbetreiber hilflos ausgeliefert.

Großbritannien hat heute offiziell den Brexit beantragt. Und vor ein paar Tagen hat die EU schon mal die Austrittsrechnung fertig gemacht.

Wer die Union verlässt, muss dafür zahlen. Das betrifft Pensionsverpflichtungen, offene Rechnungen, zugesagte Beiträge für Förderprogramme, die Haftung für gemeinsame Schulden. Beamte in der Kommission und im Europäischen Rat haben in den vergangenen Monaten viel gerechnet. Sie sind auf eine Summe von rund sechzig Milliarden Euro gekommen.

Was den britischen Nettozahlungen für 5-10 Jahre Mitgliedschaft entspricht – ohne die Vorteile.

Wenn sich Merkel darüber Gedanken macht, ob die in einem Auto produzierten Daten dem Autohersteller oder dem Softwarehersteller gehören, spielt der Nutzer als Option schon längst keine Rolle mehr. Und nachdem wir das im Sinne der Unternehmen bestimmt bald gesetzlich großzügig geregelt haben werden, stellt sich nur noch Frage, was sie dann damit machen dürfen. Die US-Republikaner haben sich da mal ein paar wegweisende Gedanken gemacht

Sollte das Repräsentantenhaus auch zustimmen, dürfen die Unternehmen Nutzerdaten wie Browserverlauf und App-Nutzung ohne Einwilligung der Kunden weiterverkaufen. 

Oh je, ich bin ein Tierquäler! Zu meiner Verteidigung kann ich nur vorbringen, dass ich bisher keine Ahnung davon hatte, wie sehr meine Katzen leiden, wenn ich sie nicht gender-neutral rufe. Nun muss ich meine liebevoll gepflegten Vorurteile gegen den Genderquatsch wohl doch noch über Bord werfen – beim Tierwohl hört der Spaß schließlich auf!

Allerdings bleiben ein paar Fragen: Reicht es, meine Katzen abwechselnd männlich und weiblich zu rufen, oder muss/kann ich irgendwie herausfinden, als was sie sich gerade fühlen? Die beliebtesten Spielzeuge hier sind Laserpointer, Federangel und Paketband: kann ich die weiterhin nutzen, ohne die Ärmsten auf eine bestimmte Rolle festzulegen?

Und wie bringe ich jetzt bloß meinen Eltern bei, dass ihr Hund unter Umständen doch ein Rüde ist oder zumindest das absolute Recht hat, einer zu sein? Muss ich den Tierschutz alarmieren, wenn sie da – was leider zu erwarten ist – nicht einsichtig sind? Ich bin überfordert.