Gar nicht mal neu ist das Browser-Addon Binnen-I be gone. Trotzdem habe ich erst jetzt entdeckt, das ich damit zumindest auf Internetseiten den Binnen-Is und Gendersternchen den Garaus machen kann. Gibt es auch für den Fuchs.

Und beim Test auf Wikipedia bin ich dann gleich noch auf ein weiteres Problem mit solchen Konstrukten gestoßen, das mir noch gar nicht bewusst war: Zusammengesetzte Hauptwörter!

Beim Wort „Bürgermeisterkandidat“ müsste bei konsequenter Umsetzung – da es sowohl Bürgerinnen als auch Meisterinnen gibt – die geschlechtergerechte Form „BürgerInnenmeisterInkandidatIn“ lauten.

Und wenn es etwas gibt, was die deutsche Sprache wirklich auszeichnet, sind es die zusammengesetzten Substantive. Meinen zumindest der Duden und – ungleich unterhaltsamer – Mark Twain.

Kürzlich las ich eine Bewerbung, in der der Bewerber seine Tastaturanschläge pro Minute angegeben hat. Da wurde mir bewusst, dass ich weder meine eigene Leistung kenne, noch die Angabe überhaupt einzuordnen weiß.

Bei der Messung der Anschläge hilft 10fastfingers.com auch in Deutsch. Ich komme in dem 1-minütigen Test auf 257 Anschläge oder 50 Wörter bei einer Genauigkeit von rund 96%. Einerseits könnte ich sicher nicht deutlich länger so konzentriert schreiben, andererseits ist das Schreiben sinnvollen Textes aber auch leichter als die Aneinanderreihung einfacher deutscher Wörter, die ich ablesen muss, weil ich nicht ganz blind schreiben kann. Sollte also in etwa hinkommen.

Und wie kann man das einordnen? Laut Wikipedia könnte ich dem Punkt vielleicht die Prüfung zum Fachkaufmann für Büromanagement schaffen. Vom Spitzenniveau bin ich allerdings weit entfernt:

Geübte Zehnfingerschreiber erreichen bei einem 10-Minuten-Test 200 bis 400 Anschläge pro Minute. Als physisch maximal erreichbare Höchstgrenze gelten 750 Anschläge pro Minute. Ein weiterer Geschwindigkeitszuwachs kann durch Einsatz von Tastaturkürzeln erreicht werden, sodass auf internationalen Wettbewerben derzeit regelmäßig 900 Anschläge pro Minute erreicht werden.

Unterhalb dessen spielt die Frage, ob Zehnfingerschreiber oder nicht, übrigens keine Rolle. Da sind Faktoren wie das Bewegen nur der Finger anstelle der ganzen Hand oder das Drücken einer Taste mit immer demselben Finger entscheidender. Trotzdem frage ich mich, ob ich das noch mit Geschwindigkeitsgewinn lernen könnte, oder ob sich da Jahrzehnte des „falschen“ Schreibens zu tief ins Bewegungsgedächtnis eingebrannt haben?

Im Moment leider nur von außen schön. Das Schloss ist 1982 komplett ausgebrannt und seitdem eine unbegehbare Baustelle. Das soll sich aber nächstes Jahr ändern, und die Parkanlage ist jetzt schon einen Besuch wert.

Schloss Altenstein, Bad Liebenstein // svenbuechler.de (CC BY-NC-SA 3.0)

Laut aktuellem Jahresbericht der Bundesnetzagentur betrug das übertragene Datenvolumen 2016 im deutschen Mobilfunknetz 918 Millionen GB. Im Festnetz waren es mehr als 22 Milliarden GB oder – vielleicht besser? – mehr als 22.000 Millionen GB. Und beides hat sich in den letzen zwei Jahren grob verdoppelt.

Im Heise-Forum gab es viel Grün für die meiner Vermutung nach etwas dünkelhafte Ansage, es sei eines IT-Magazins unwürdig, das nicht in Petabyte anzugeben. Nun unterstelle ich Heise mal, nicht ausschließlich Informatiker ansprechen zu wollen. Aber selbst wenn das so wäre: inwieweit spielen Petabyte in deren Alltagserfahrung eine Rolle? Also abseits der Tatsache, das irgendwann mal gelernt zu haben? Okay, im „Rechenzentrum der Superlative“ der Telekom können zumindest rund 100 Angestellte vielleicht was damit anfangen. Das kommt auf 150 Petabyte. Aber ich denke, dass für die Mehrzahl selbst der Fachleute Gigabyte (oder vielleicht Terabyte) durchaus Sinn machen.

Frage an vielleicht mitlesende Informatiker: liege ich da falsch? Und Zusatzfrage: wie wird das in der wissenschaftlichen Literatur gehandhabt?

Uli Hoeneß erklärte – bei einem Galadinner in Liechtenstein -, dass in seinem Fall ein Freispruch völlig normal gewesen wäre. Schließlich habe er sich selbst angezeigt und eine Strafe bezahlt, zudem mit seinem Geschäften unter dem Strich Verluste gemacht. Und auf eine Revision habe er nur mit Rücksicht auf seine Familie verzichtet und sei deswegen freiwillig ins Gefängnis gegangen. Ein missverstandenes Opfer von Medien und Justiz also. 

Nun ist der Mann ja auf Bewährung draußen. Gehört eine gewisse Reue und Schuldeinsicht nicht zur dafür nötigen positiven Sozialprognose? Nicht, dass ich deren Widerruf erwarten würde. Aber wie wäre das denn bei normalen Menschen? 

Über eine Lücke in einem UMTS-Protokoll wurden Bankkonten mit Zugang zum Online-Banking geplündert. Angegriffen wurde das mTAN-Verfahren, wobei die TANs mithilfe der Lücke umgeleitet wurden. Die Mobilfunkprovider wollten die Lücke schon 2014 beheben.

Passend dazu: Zero Days sind im Schnitt 7 Jahre ausnutzbar. Unabhängig vom verwendeten Betriebssystem. Hierfür hatten Forscher 200 Lücken zwischen 2002 und 2016 untersucht.

Ein Blick in die Zukunft: Die Übergroße Koalition will allen Geheimdiensten den vollständigen und automatisierten Zugriff auf die Lichtbilder der elektronischen Persos und Pässe erlauben. Und was Netzpolitik nicht erwähnt – der Polizei gleich mit!

In §2 Absatz 2 Personalausweisgesetz (PAuswG) heißt es momentan:

Die Polizei- und Ordnungsbehörden, die Steuerfahndungsstellen der Länder sowie die Behörden der Zollverwaltung dürfen das Lichtbild zum Zweck der Verfolgung von Straftaten und Verkehrsordnungswidrigkeiten im automatisierten Verfahren abrufen, wenn die Personalausweisbehörde auf andere Weise nicht erreichbar ist und ein weiteres Abwarten den Ermittlungszweck gefährden würde.

Also klare Zweckbindung und stark eingeschränkter automatisierter Zugriff. Die Polizei soll dem Gesetzentwurf (PDF) zufolge hier aber auch gleich mit rausfallen und dafür als zweiter Satz eingefügt werden:

Die Polizeien des Bundes und der Länder, das Bundesamt für Verfassungsschutz, der Militärische Abschirmdienst, der Bundesnachrichtendienst sowie die Verfassungsschutzbehörden der Länder dürfen das Lichtbild zur Erfüllung ihrer Aufgaben im automatisierten Verfahren abrufen.

Wurde zwar zunächst alles wieder von der Tagesordnung genommen, bekommen wir aber sicher bald erneut serviert. Inklusive zwangsweiser Aktivierung der eID-Funktion.