Wenn sich Merkel darüber Gedanken macht, ob die in einem Auto produzierten Daten dem Autohersteller oder dem Softwarehersteller gehören, spielt der Nutzer als Option schon längst keine Rolle mehr. Und nachdem wir das im Sinne der Unternehmen bestimmt bald gesetzlich großzügig geregelt haben werden, stellt sich nur noch Frage, was sie dann damit machen dürfen. Die US-Republikaner haben sich da mal ein paar wegweisende Gedanken gemacht

Sollte das Repräsentantenhaus auch zustimmen, dürfen die Unternehmen Nutzerdaten wie Browserverlauf und App-Nutzung ohne Einwilligung der Kunden weiterverkaufen. 

Oh je, ich bin ein Tierquäler! Zu meiner Verteidigung kann ich nur vorbringen, dass ich bisher keine Ahnung davon hatte, wie sehr meine Katzen leiden, wenn ich sie nicht gender-neutral rufe. Nun muss ich meine liebevoll gepflegten Vorurteile gegen den Genderquatsch wohl doch noch über Bord werfen – beim Tierwohl hört der Spaß schließlich auf!

Allerdings bleiben ein paar Fragen: Reicht es, meine Katzen abwechselnd männlich und weiblich zu rufen, oder muss/kann ich irgendwie herausfinden, als was sie sich gerade fühlen? Die beliebtesten Spielzeuge hier sind Laserpointer, Federangel und Paketband: kann ich die weiterhin nutzen, ohne die Ärmsten auf eine bestimmte Rolle festzulegen?

Und wie bringe ich jetzt bloß meinen Eltern bei, dass ihr Hund unter Umständen doch ein Rüde ist oder zumindest das absolute Recht hat, einer zu sein? Muss ich den Tierschutz alarmieren, wenn sie da – was leider zu erwarten ist – nicht einsichtig sind? Ich bin überfordert.

Die Frequenz handelsüblicher Rauchmelder weckt Kinder nicht. Unter der Überschrift „Kinder zu warnen ist eh zweischneidig“ berichtet ein Feuerwehrmann im Forum, dass Kinder eher dazu neigen, sich zu verstecken anstatt zu flüchten. Deswegen gibt es den mir bisher unbekannten „Kinderfinder“:

Und noch ein Hinweis an heise-Eltern: klebt an die Tür Eurer Kinderzimmer einen Aufkileber, der auf Kinder hinweist. Der Aufkleber („Kinderfinder“) muss ganz unten, so tief wie möglich (sonst sehen wir den nicht im Rauch!) an der Tür angebracht werden. Wir erkunden Wohnungen bei Feuer(alarm) und leuchten gezielt auch die Türen ab – sobald ein Kinderhinweis zu sehen ist, werden in diesem Zimmer sämtliche „Verstecke“ gezielt und gründlichst durchsucht. 

Was unsere Rüstungsausgaben angeht, müssen wir uns von den Amis wirklich nicht anmachen lassen! Während wir 110.357 US-Dollar pro Quadratkilometer ausgeben, kommen die mit 60.609 US-Dollar mit Mühe und Not auf die Hälfte. Und es ging doch um die Landesverteidigung, oder? wink

Aber im Ernst: als ich gerade hörte, dass unser Wehretat mit 2% des BIP den von Russland übersteigen würde, hat mich das mit dem Verhältnis zur Größe der Länder und den zu verteidigenden Grenzen interessiert. Die Zahlen gibt es hier (.ods, 14kB). Russland gibt übrigens nur 3.883 US-Dollar pro Quadratkilometer aus.

Bayern will „Gefährder“ gerne unbefristet in Präventivhaft nehmen. Wir erinnern uns: das sind Menschen, die nichts verbrochen haben und die auch keines Verbrechens beschuldigt sind, geschweige denn verurteilt. Es reicht, dass bei einer Person 

Waffen, Werkzeuge oder sonstige Gegenstände aufgefunden werden, die ersichtlich zur Tatbegehung bestimmt sind oder erfahrungsgemäß bei derartigen Taten verwendet werden. 

Macht mich der Besitz eines Führerscheins dann eigentlich auch zum Gefährder? Und wo war da jetzt gleich der Unterschied zu Guantanamo? 

Oh, da hat der Max aber wieder was Feines ausgegraben: einen Webclient für MediathekView. Damit kann man einfach die öffentlich-rechtlichen Mediatheken aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Downloadlinks durchsuchen. Eigentlich auch online gucken, klappt bei mir aber leider nicht.

Und da gefühlt jeden Tag irgendwo mindestens eine Hitler-Doku läuft, habe ich testweise mal danach gesucht und tatsächlich noch etwas Spannendes beim ORF gefunden: Hitlers Angst und Görings Lederhose. Flüsterwitze im Nationalsozialismus.

Wissen Sie, was der Hitlergruß wirklich bedeutet? Aufgehobene Rechte!

(Nur noch drei Tage online, da haben es die Österreicher auch nicht besser als wir.)

Update zum Attentat auf Kim Jong Uns Halbbruder. Es soll ein Kontaktgift gewesen sein. 

Eine der Frauen, von denen Überwachungskameraaufnahmen existieren, soll Kim Jong Nam die Flüssigkeit ins Gesicht gespritzt haben. Die indonesische Staatsangehörige gab dies gegenüber der Polizei angeblich zu, rechtfertigte sich aber damit, sie habe geglaubt, an einem TV-Streich mit versteckter Kamera teilzunehmen. 

An solchen Streichen soll die Frau auch früher schon teilgenommen haben. Attentäterin über Künstleragentur ist doch auch mal was Neues. 

Und dann war da noch der Held, der auf der Autobahn einen führerlosen Wagen ausgebremst hat

Anschließend setzte der Mann sein Elektroauto vor den führerlosen Wagen und ließ diesen auffahren. Dann verringerte er die Geschwindigkeit und brachte dadurch beide Autos zum Stehen. Der Unglücksfahrer hatte laut Feuerwehr eine schwere Erkrankung und kam in ein Krankenhaus.

Coole Aktion! Und ich bin auch guter Dinge, dass die Versicherung seines „Unfallgegners“ – schon aus PR-Gründen – den Schaden an seinem Wagen übernimmt. Aber müssen die das? Oder könnten die ihm wegen des absichtlich herbeigeführten Unfalls auch die kalte Schulter zeigen? 

Update: Udo Vetter ist schon dran. Gegenüber dem Fahrer hat der Mann Anspruch auf Schadensersatz. Stichwort: „Geschäftsführung ohne Auftrag“. Wenn der aber nicht zahlen kann, wird es bei der Versicherung schon schwieriger, und Vetter bittet selbst in dem Bereich erfahrene Zivilrechtler um ihre Einschätzungen. 

„Das manipulierte Bild“ zeigt, was bei der digitalen Manipulation von Fotos und Videos so geht. Wer meint, da schon im Thema zu sein, sollte zumindest mal ab 16:40 ein paar Minuten reinschauen: Die Änderung der Mimik eines Menschen im Video in Echtzeit hat mich zumindest beeindruckend.