Wer sich Enttäuschungen beim YouTube-Klicken ersparen will, findet die wenigen beliebten und in Deutschland nicht gesperrten Videos einfach über GEMA versus YouTubes Top 1000. Und wer nur schnell die eigenen Browser-Einstellungen checken möchte, klickt auf einen roten Clip. ;)

Russische Hacker sollen 1,2 Milliarden (!) Nutzernamen und Passwörter zusammengetragen haben, darunter alleine Zugangsdaten für 500 Millionen Postfächer. Das wäre eine beachtlliche Samlung bei geschätzten 2,5 Milliarden Internetnutzern weltweit – allerdings scheint mir auch eine gewisse Skepsis nicht unangebracht:

Einzelnen Nutzern will die Firma in den kommenden 60 Tagen einen “Identity Protection Service” anbieten. Wer eine Voranmeldung für den Dienst ausfüllt, soll auch mitgeteilt bekommen, ob er von dem Diebstahl betroffen ist. Die Voranmeldung sei “kostenlos” und “ohne Verpflichtung”, heißt es. Man darf davon ausgehen, dass der künftige “Service” kostenpflichtig wird.

Den “Breach Notification Service” für Seitenbetreiber gibt es hingegen jetzt schon, und zwar für schlanke 120 Dollar monatlich. Leicht verdientes Geld:

Please note that it is not intended to be a proactive monitoring service (also available); and notifications will only be sent if we come across relevant information in our regular research process.

Ihr kennt diese Richtmikrophone, die die Jungs in Schwarz auf Fensterscheiben richten, um über deren Schwingungen Gespräche im Inneren des Raumes abzuhören? Nun, das geht auch optisch. Um ein Gespräch aus den Vibrationen einer Chipstüte klar zu rekonstruieren, braucht es zwar eine hochauflösende Highspeed-Kamera, aber auch normale Videokameras sind nicht ganz nutzlos:

Trotzdem waren sie mit der niedrigen Framerate immer noch in der Lage, das Geschlecht eines Redners zu bestimmen. Bei ausreichenden Informationen über die Eigenschaften der Stimmen aller im Raum befindlichen Personen waren die Algorithmen sogar dazu fähig, den Sprecher zu identifizieren.

Hier geht’s zum Video.

Ein Restaurant in North Carolina gibt Gästen 15% Rabatt, die vor dem Essen beten. Hatten wir schon mal sympathischer, aber spannend finde ich die in Kommentaren zitierte Bibelstelle. Matthäus 6,5-6:

5 Wenn ihr betet, macht es nicht wie die Heuchler. Sie stellen sich beim Gebet gern in die Synagogen und an die Straßenecken, damit sie von den Leuten gesehen werden. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten. 6 Du aber geh in deine Kammer, wenn du betest, und schließ die Tür zu; dann bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist. Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.

Könnte sich ja mal als nützlich erweisen.

Ein Literaturhinweis für Tatort-Fans:

“Wir haben 500 der rund 900 Folgen nach bestimmten Kriterien untersucht und die Ergebnisse durch eine Datenbank statistisch auswertbar gemacht”, sagt Scherer, der zu Hause jede Folge im Schrank stehen hat. Untersucht wurden thematische Aspekte wie etwa die Rolle des Extremismus, der Religion, der Figurendarstellung, die Logik der Polizeireviere, aber auch Bildästhetik, Kameraarbeit und erzählerische Qualität. Die detaillierten Ergebnisse erscheinen im Oktober in Form zweier Bücher (“Zwischen Serie und Werk” von Claudia Stöckinger (Hg.), erschienen bei Transscript, und “Föderalismus in Serie” von Stefan Scherer u. a., Wilhelm Fink Verlag).

Boah, ist mir übel. Heute morgen höre ich im Radio noch ganz erstaunt, dass die USA keine Hinweise auf eine direkte Beteiligung Russlands am Abschuss von MA17 haben – und damit geht dann die Propaganda erst richtig los:

Der Westen ist sich einig: Russland trägt eine moralische Mitschuld am Abschuss von Flug MH17. Wie soll man das Land strafen und zum Einlenken im Ukraine-Konflikt bewegen? Deutsche Politiker stellen nun die WM-Ausrichtung 2018 in Frage.