Wikipedia erklärt:

Dienst ist ein Kurzfilm von Jochen Alexander Freydank. Die rund 12-minütige Satire wurde von Mephistofilm GbR produziert und im Jahre 2002 in Berlin gedreht. Der Film erhielt zahlreiche Nominierungen und Preise und wurde am 16. Februar 2005 auf ARTE zum ersten Mal im deutschen Fernsehen gezeigt.

Das ist mal ein interessanter Treffer! Ein Wachmann sorgt auf den Straßen eines fiktiven Landes für Ordnung und schießt dabei etwas über das Ziel hinaus. Teilweise wurde der Film mit versteckter Kamera gedreht und Passanten einbezogen. Und in Deutschland darf noch immer jeder machen, was er will, solange er nur eine Uniform trägt.

Der Regisseur selbst meint, es sei ein „böser Heimatfilm“ geworden. Jetzt müsste ich ihn nur noch zu sehen kriegen, finde ihn aber online nicht. Seinen 2009 mit dem Academy Award ausgezeichneten Kurzfilm Spielzeugland gibt’s hingegen bei YouTube.

WhatsApp-Nutzer müssen schriftliche Einwilligungen ihrer Telefonbuch-Kontakte zur Weitergabe ihrer Daten an WhatsApp einholen. Das Amtsgericht Bad Hersfeld hat geurteilt, dass eine Mutter bei WhatsApp-Nutzung ihres Sohnes wegen der Gefahr kostspieliger Abmahnungen genau dafür Sorge zu tragen hat, woraus sich eine Pflicht für alle Nutzer herleiten lässt. Das Urteil.

Also mich hat noch keiner gefragt *durchstelefonbuchscroll*. Kann ich da eigentlich auch selbst abmahnen oder brauche ich einen Anwalt?

Wikipedia erklärt:

Die Abtei Saint-Vanne (Sanctus Vitonus) war ein Benediktinerkloster in Verdun. Die Abtei, die innerhalb der heutigen Zitadelle von Verdun stand, war im 17. Jahrhundert der Ausgangspunkt der benediktinischen Reformen nach dem Konzil von Trient.

Was Religiöse – egal welcher Geschmacksrichtung – vor sich hin reformieren, interessiert mich eigentlich nur, wenn es zu Berührungspunkten mit der säkularen Welt kommt. Und da ist der einzige Anknüpfungspunkt im Artikel der Inventurstreit, bei dem es im 11./12. Jahrhundert um die Besetzung klerikaler Ämter zwischen Königtum und Papsttum zum Konflikt kam, die Abtei aber keine besondere Rolle spielte. Und diese Ämter könnte der Papst wegen mir gerne alle allein bestimmen, solange wir nicht für sie zahlen müssen. Müssen wir aber.

Die Übergroße Koalition hat diese Woche gleich noch ein paar weitere Rechte abgeschafft

Neben der Ausweitung des Einsatzes von Staatstrojanern wurde mit dem Gesetzespaket auch beschlossen, dass bei der Polizei vorgeladene Zeugen eine Erscheinenspflicht haben. Bislang mussten Zeugen erst vor dem Richter wirklich erscheinen. Außerdem soll in Zukunft der Führerscheinentzug auch für Straftaten möglich sein, die nichts mit Fahren zu tun haben. Auch das ist verfassungsrechtlich ein bedenklicher Vorgang. Und zu guter Letzt entfällt in Zukunft bei Verkehrskontrollen mit Blutentnahme der Richtervorbehalt. Bislang musste immerhin ein Richter die Blutentnahme anordnen, die einen Eingriff in die körperliche Unversehrtheit des Betroffenen darstellt.

Fraunhofers entwickeln eine App, die ein Smartphone zum Spektrometer macht. Dabei wird das zu untersuchende Objekt vom Display mit verschiedenfarbigem Licht beleuchtet und die Reflexion über die Kamera gemessen, um die chemische Zusammensetzung zu analysieren.

Sie soll auch feststellen können, ob Äpfel oder Salatköpfe wirklich Bioprodukte sind oder Rückstände von Pestiziden aufweisen, wie frisch Fleisch von der Wursttheke ist, ob ein Pflanze krank ist, obwohl sie noch gesund aussieht, welches Pflegeprodukt die Haut des Smartphonebenutzers gerade nötig hätte und einiges mehr.

(via Kraftfuttermischwerk)

Wikipedia erklärt:

A Haber ist ein türkischer privater Nachrichtensender mit Sitz in Beşiktaş in Istanbul. Er wird auf Türksat (42.0° Ost) ausgestrahlt.[1] Bekannt wurde der Sender in Deutschland durch seinen Bericht, der im Zuge der Böhmermann-Affäre Deutschland als diktatorisch und gegen die Pressefreiheit angehend darstellen sollte.

Was dann auch erklärt, warum es den Sender noch gibt. Ansonsten hat der Artikel nur noch zwei Sätze zu den Besitzverhältnissen zu bieten, und auch seine Relevanz steht zur Diskussion.

Die Relevanzdiskussion ist in der deutschen Wikipedia ja ohnehin ein recht spezielles Thema. Ich finde, dass auch solche Artikel ihre Berechtigung haben. In einer digitalen Enzyklopädie ist jedes Bit an Information hilfreich und wertvoll. Und wenn es nur einem Leser hilft, den mal gehörten Namen wieder einzuordnen.

Wikipedia erklärt:

Stefan Siebers (* 20. Jahrhundert) ist ein deutscher Autor und Übersetzer und Herausgeber hebräischer Literatur.

Neben zwei Sätzen zu seiner wissenschaftlichen Laufbahn enthält der Artikel nur eine kurze Auswahl seiner Veröffentlichungen. Auch sonst finde ich außer einer kurzen Autoren-Info bei KiWi nichts.

Lieber Stefan Siebers! Falls wir uns nicht mal persönlich kennen lernen, werde ich Dich wohl leider wieder vergessen. sad

Eigentlich wäre das ja heute ein Grund zur Freude: Das OVG Münster hat einen Provider von der Umsetzung der Vorratsdatenspeicherung befreit, weil auch die neue wieder gegen EU-Recht verstößt. Eine Einzelentscheidung, und andere müssten erst noch klagen – aber immerhin!

Und dann – man könnte meinen aus Trotz – das: Der Bundestag hat den großflächigen Einsatz von Staatstrojanern beschlossen. Die dürfen jetzt überall da eingesetzt werden, wo bisher Telefone abgehört werden durften. Und da sind wir meines Wissens sogar schon Weltmeister.

Wahrlich eine „DDos-Attacke gegen das Bundesverfassungsgericht“, wie Netzpolitik in einem weiteren Artikel schreibt:

Die Liste der grundrechtsfeindlichen Gesetze dieser großen Koalition ist lang: Von der Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung über die Erweiterung der Befugnisse des Bundesnachrichtendienstes bis zur Ausweitung der Videoüberwachung hat diese Regierung wenig ausgelassen, was dieses Land weiter in den Überwachungsstaat treibt. Die Budgets der Geheimdienste erhöht und ihre Unkontrollierbarkeit versteckt ausgebaut. Den Diensten nebenbei vollautomatischen Zugriff auf die Passbilder aller Bürger gewährt und die massenhafte Handydurchsuchung für Flüchtlinge eingeführt. Mal von der Speicherung der Fluggastdaten aller Bürger ganz zu schweigen.

Könnte man im Herbst ja mal in die Wahlentscheidung einfließen lassen. *träum*

Meine Güte, zweieinhalb Jahre sind seit dem letzten Wikipedia-Zufallsartikel vergangen! Und das war schon einer von wenigen. Dabei macht mir das Lexikon-Surfen doch Spaß und ist ja auch meist lehrreich. Also neuer Versuch. wink

*klick* Wikipedia erklärt:

Microsoft Excel (englisch [ˈmaɪ.kɹoʊ.sɒft ɪkˈsel], deutsch meist [ˈɛksl̩] oder [ɛkˈsɛl]) ist das am weitesten verbreitete Tabellenkalkulationsprogramm.

Okay, das muss ich dann wirklich nicht weiterlesen. Excel kennt wohl jeder, der irgendwie mit Office-Programmen zu tun hat. Meiner Meinung nach das beste Programm von Microsoft.

Was allerdings nicht so viel bedeutet, weil für Excel 2010 – mit dem ich auf Arbeit konfrontiert bin – 8 Stunden und 50 Minuten manchmal nicht 8 Stunden und 50 Minuten sind und als PLZ formatierte Postleitzahlen aus den neuen Bundesländern im Word-Serienbrief später doch die führenden Nullen verlieren. Letzteres treibt mich in den Wahnsinn, ist aber eher ein Word-Problem, denke ich. Da hat wohl jeder seine Geschichten und im Heise-Forum wäre das jetzt der Beginn einer laaangen „Diskussion“. smile

Vanille kostet momentan mehr als Silber. Um im „War on Drugs“ endgültig zu obsiegen, sollen demnächst sogar Flugblätter über Kolumbien und Afghanistan abgeworfen werden, die die frohe Kunde unter den Bauern verbreiten. wink

80% der Welt-Vanille-Produktion kommt von Madagaskar, und da zerstörte im März ein Zyklon Schätzungen zufolge 20-30% der zu erwartenden Ernte. Das ist aber nur ein Teil der Erklärung von Kursen zwischen 550 und 600 Dollar pro Kilo:

Vier Hauptgründe habe die momentane Vanillekrise, meint der Amerikaner: „Erstens eine massiv in einem Entwicklungsland konzentrierte Produktion, bei der Faktoren wie Armut und Verbrechen eine Rolle spielen. Zweitens ein relativ kleiner Weltmarkt, auf dem schon kleine Veränderungen in Angebot und Nachfrage Dominoeffekte verursachen können. Drittens Manipulation durch die großen Lebensmittelkonzerne. Und schließlich ein erhöhtes Konsumenteninteresse an natürlichen Produkten.“

Im Jahr 2003 war der Preis mit 500 Dollar schon einmal ähnlich hoch und ist im Folgejahr wieder auf 50 Dollar eingebrochen. 1500 Tonnen wurden in den letzten Jahren im Schnitt in Madagaskar produziert. 

Und dann war da noch der Typ, der in Shorts vom Chef heimgeschickt wurde – und im kurzen Kleid zurück kam. Dem Dresscode Genüge getan! Nun dürfen die Männer auch in dunklen Shorts kommen. smile

Seine Tweets sind mittlerweile gelöscht. Ob es doch noch Ärger gab oder alles nur „Fakenews“ war, ist nicht überliefert. Auch nicht, warum es in einem Callcenter überhaupt eines Dresscodes bedarf. Aber ich glaube, dass ist bei den Briten ohnehin weit verbreitet.

Ökosex, anyone?

Kunst mal ganz anders und ziemlich provokativ: Die ehemalige Pornodarstellerin Annie Sprinkle und ihre Partnerin Beth Stephens organisieren zur documenta 14 ökosexuelle Spaziergänge. Dabei zeigen und erklären die Frauen, wie man Sex mit der Erde haben kann.

Orgasmus durch Reiben an Bäumen und Kuscheln mit Rasen. Und auch nach intensiver Lektüre des Artikels findet sich kein Hinweis darauf, dass es sich um Satire handeln könnte. (Danke, Uschi)