Wem die lokale Wirtschaft am Herzen liegt, sollte sein Essen nicht über Lieferdienstportale ordern.

Mit fünf Prozent Provision hätten die Portale vor ein paar Jahren die Pizzabäcker zum Beitritt gelockt. Inzwischen, nachdem Präsenz bei Pizza.de und anderen gewissermaßen Pflicht ist, werde das Dreifache genommen. Ein weiteres Problem: Da bei Netzbestellungen bargeldlos abgerechnet wird, müssen die Pizzabäcker bis zu einem Monat warten, bis ihnen ihr Umsatz überhaupt überwiesen wird.

Einen Vorteil hat unser Kirchensteuer-System ja: die Kirchen können sich nicht so leicht Mitgliederzahlen ausdenken. Das ist in Norwegen anders.

Wegen Betrugsverdachts hat die norwegische Polizei am Donnerstag den Sitz der katholischen Kirche in Oslo durchsucht. Die Diözese von Oslo, die alle Kirchendaten verwaltet, soll über mehrere Jahre hinweg die Zahl der Kirchenmitglieder künstlich aufgebauscht und auf diese Weise unrechtmäßig Millionenzuschüsse des Staates eingestrichen haben.

Es gibt wohl nur wenige Fragen zur deutschen Sprache, die bei Belles Lettres – Deutsch für Dichter und Denker nicht beantwortet werden – und ich habe keine Ahnung, wie mir die Seite trotzdem fünf Jahre lang entgehen konnte. Denn einige davon habe ich dem Internet ganz sicher auch schon gestellt.

Vielleicht liegt es daran, dass ich solche Fragen meist im Büro habe, auf der Suche nach einer schnellen Antwort und ohne Zeit für lange Erklärungen der Hintergründe. Und das ist schade, denn gerade die umfangreichen Erläuterungen und Beispiele in den Texten und Video-Podcasts machen das Angebot so wertvoll. Mitunter weiß man am Ende zwar immer noch nicht, was richtig ist – kann dafür aber erklären, warum man es so schreibt, wie man es schreibt. Oder spricht.

Gestoßen bin ich auf die Seite über einen Artikel zu Genus und Gendersprech, den ich bestimmt noch dem einen oder der anderen zur Lektüre empfehlen muss.

Als Geschichtsbild der Gender Studies ergibt sich dies: Obwohl die Frau seit so langer Zeit sprechen kann wie der Mann und seit jeher die Hälfte jeder Popu­lation ausmacht, hat sie jahr­tausende­lang nichts gesagt und ist erst durch die moderne Frauen­bewegung zu Bewusst­sein und Sprache gekommen wie auf dem Planeten der Affen. Wenn sie doch gesprochen hat, durfte sie die Sprache höchstens mit­benutzen und musste so sprechen, wie es ihr der Mann vorgab. An der Entstehung und Entwicklung des Deutschen hatte sie keinen Anteil.

Hahaha, herrlich :D

Die Ideologie ist in ihrer Methode von Anfang bis Ende in einem Maße antiwissenschaftlich und falsch, wie man es heutzutage nicht tolerieren darf.

Immerhin: Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat das MMS-Gift als bedenkliches, zulassungspflichtiges Medikament eingestuft. Das bedeutet in Verbindung mit der fehlenden Zulassung quasi ein Verbot.

Nach der Entscheidung des Bundesinstituts sind nun wieder die Gesundheitsämter in den Ländern gefragt. Sie können auf Basis des BfArM-Votums “ordnungsbehördliche Maßnahmen zum Schutz der Patienten einleiten”, also zum Beispiel die Einfuhr von MMS-Produkten oder deren Verkauf verbieten.

Ob das auch eine Handhabe gegen die entsprechenden Werbeveranstaltungen ist, wird mir allerdings nicht klar. Denn verkauft wird das Zeug meines Wissens eh meist im Internet.

Copyright-Bullshit des Tages: Wer sich momentan Selma im Kino ansieht, bekommt keine Originaltexte zu hören, weil die Reden von Martin Luther King urheberrechtlich geschützt sind. Wie geht das denn? Ich dachte immer, öffentlich gehaltene – zumal politische – Reden von Personen der Zeitgeschichte, könnten frei zitiert werden. Ich habe von so etwas auch bei noch keinem anderen historischen Film gehört.

Wenn sich damit kein Geld verdienen ließe, könnten wir die Cholesterin-Hysterie jetzt glatt abblasen.

Spezielle Mechanismen verhindern, dass der Körper zu viel Cholesterin ins Blut aufnimmt. Es sei – zumindest als gesunder Mensch – quasi unmöglich, Cholesterin über die Nahrung überzudosieren, sagt Christian Prinz, Direktor der Helios Klinik für Gastroenterologie in Wuppertal.

Offenbar hatten die Griechen einen guten Grund, das Thema Reparationsforderungen mal anzusprechen.

Die Bundesregierung hielt 1990 bei den Verhandlungen über die deutsche Einheit Länder wie Griechenland fern, denn dort sollte auch über Reparationsansprüche gesprochen werden. Auf diese Weise trickste Kanzler Helmut Kohl, um Zahlungen an Griechenland und andere Staaten zu vermeiden.

[…]

Heute argumentiert Berlin, die Griechen hätten ihre Forderungen 1990 vorbringen müssen.

Cyberkriminelle haben Banken weltweit um 1 Milliarde US-Dollar erleichtert. Dabei erinnert das “Geschäftsmodell” irgendwie an das der Banken selbst.

Mitunter manipulierten sie die Buchhaltungssysteme der Bank und erhöhten zunächst Kontosaldi, um anschließend den Differenzbetrag zu überweisen. Bankkunden wunderten sich dann allenfalls über die Transaktionen, sahen aber keinen Anlass zur Nachfrage, weil das eigene Konto unbeschadet blieb.

Aktuelle Schätzungen zum Vermögen der Deutschen und seiner Verteilung. Die Richtung überrascht wohl nicht, das Ausmaß vielleicht schon:

So gehören den 0,1 Prozent der reichsten deutschen Haushalte 14 bis 16 Prozent des Gesamtvermögens. Das ist dreimal so viel wie jene fünf Prozent, von denen die Statistiker bisher ausgingen. Der Anteil des reichsten Prozents der Deutschen steigt von bisher angenommenen 18 Prozent auf 31 bis 34 Prozent; ihnen gehört also ein Drittel des Gesamtvermögens.

Und das wird in Summe auf 9,3 Billionen Euro taxiert.

Dazu passend: Einfache Antworten auf komplexe Fragen.