Hahaha. Bei der Klärung der Frage, wann Oppermann von wem über den Kipo-Verdacht gegen Edathy informiert wurde, will ein BKA-Beamter bei der Rekonstruktion der Telefonate Winter- und Sommerzeit verwechselt haben. Das würde Oppermann wohl entlasten, wenn die Sache nur nicht ganz so streng riechen würde.

Mit der korrigierten Darstellung aus dem Bundesinnenministerium jedoch stimmt die Aussage von SPD-Chef Gabriel überein. Das Telefondisplay habe bei der visuellen Ablesung im Februar 2014 (Mitteleuropäische Winterzeit) den 17. Oktober um 15.29 Uhr angezeigt, heißt es in dem BMI-Schreiben vom 26. Juni.

Das tatsächliche Telefonat habe aber „während der Mitteleuropäischen Sommerzeit und damit eine Stunde später“ stattgefunden.

Also wenn mein Telefon ansagt, dass ein Telefonat zu einer bestimmten Uhrzeit stattgefunden hat, dann war das auch so. Zeitumstellung hin oder her – da ändert sich in der Anrufliste exakt gar nix. Oder ist das bei iPhones echt anders?

Zumindest an der TU Berlin dürfen Studenten nicht zum Gendern gezwungen werden. Ein Student hatte mal nachgefragt.

Darauf hin wandte sich Zidek an die Rechtsabteilung der TU-Berlin, die ihm mitteilte, dass es die von der Lehrkraft behauptete Vorgabe der Universität zur Verwendung einer „gendergerechten Sprache“ gar nicht gibt.

Ich befürchte aber, dass anderen Unis da weniger nachlässig waren.

Als mir hier vor einem halben Jahr ungewöhnliche Besucher aufgefallen sind, habe ich für einen kurzen Moment auch darüber nachgedacht, ob es sich um eine Form von Spam handeln könnte. Den Gedanken hatte ich allerdings verworfen, da es letztlich nur wenige Besucher waren und mir der Sinn einer solchen Spam-Aktion auch nicht ganz einleuchten wollte.

Für die Penetranz mit der Semalt seit heute auf sich aufmerksam macht, musste nun allerdings eine andere Erklärung her. Und die heißt Referrer-Spam. Die Idee dahinter ist wohl, Backlinks durch hohe Platzierungen in den Referrerlisten von Seiten zu generieren, die diese automatisch veröffentlichen. Im konkreten Fall könnte es aber auch sein, dass nur die Webseitenbetreiber angelockt werden sollen, um die SEO-Dienste des Spammers in Anspruch zu nehmen – oder zumindest dessen Datenbank zu komplettieren. Dafür gibt es dann auch gleich ein Formular. Ist das mal frech?

semalt-spam

Ist das Problem aber erstmal erkannt, findet sich im Netz zum Glück auch meist eine Lösung. Und so lassen sich mittels .htaccess gleich noch ein paar Dutzend weitere Spammer aussperren. Hoffe ich zumindest, denn im Moment ist ohnehin Ruhe. Es ist aber auch nie ein Spammer da, wenn man tatsächlich mal einen braucht. ;)

Die NSA hat die drei letzten französischen Präsidenten abgehört. Wobei sich der aktuelle durchaus als scharfer Beobachter erweist.

Die Kanzlerin kommt dabei nicht sonderlich gut weg. Thema des Gesprächs, so schildern es die US-Geheimdienstler in einer Depesche, sei die Eurokrise gewesen. Hollande, so heißt es im NSA-Papier, habe sich intern darüber beschwert, das Treffen habe „keine Substanz“ gehabt: „Es war reine Show.“

Der baden-württembergische Innenminister Reinhold Gall (SPD) zur Wiedereinfürung der Intimsphärenspeicherung. Den muss ich ich mir dann aus der letzten Woche doch noch nachtragen – denn widerlicher wird’s hoffentlich nicht mehr so schnell.

Ich verzichte gerne auf vermeintliche Freiheitsrechte wenn wir einen Kinderschänder überführen.

„Vermeintliche“ Freiheitsrechte – geht’s denn noch?! Dazu eine schöne Analyse von Sascha Lobo. Ich bin ja auch für nächtliche Ausgangssperren, wenn wir dadurch nur ein Graffiti verhindern. m(

In Japan sollen Fahrstühle jetzt mit Toiletten und Wasservorräten ausgestattet werden.

Anlass war ein starkes Erdbeben vom Samstag im Raum Tokio, wodurch in der Hauptstadt und Umgebung rund 19.000 Fahrstühle vorübergehend stehengeblieben waren. In einem Fall dauerte es mehr als eine Stunde, bis die im Aufzug steckengebliebenen Insassen befreit werden konnten.

Mehr als eine Stunde? Respekt! Damit würde ich ja bei einem normalen Defekt in einer deutschen Großstadt schon rechnen, bis ein Techniker vor Ort ist.

Auf den britischen Atom-U-Booten herrschen offenbar verheerende Sicherheitsbedingungen. Das berichtet William McNeilly, ein 25 Jahre junger Whistleblower, der wegen der Zustände eine nukleare Katastrophe kommen sieht.

„Es ist schwieriger in einige Londoner Nachtclubs zu gelangen, als in die Grüne Zone“, resümiert McNeilly seine Erfahrungen, die er über ein Jahr lang machte. Bei der ersten Kontrolle im Shuttle-Bus zeigte McNeilly regelmäßig seinen Zimmerschlüssel statt seiner Identitätskarte vor, ohne dass es auffiel.

Und viel besser werden die Kontrollen dann auch nicht mehr, so dass er unter anderem unbefugt ein Sicherheitshandbuch abfotografieren und an Sitzungen teilnehmen konnte, bei denen er nicht hätte anwesend sein dürfen. Auch technisch liegt einiges im argen.

Am Ende einer dreimonatigen Seepatrouille wird jeweils ein Test durchgeführt, um zu prüfen, ob das U-Boot im Ernstfall Atombomben abschießen kann. Bei drei Versuchen zeigte sich, dass bei einem Abschuss das U-Boot keine stabile Lage einhalten würde, so dass die Missile nicht den gewünschten Flugweg nehmen könnte.