Wikipedia erklärt:

Yoshida (jap. 吉田郡; -gun) ist ein Landkreis in der Präfektur Fukui in Japan.

Und viel mehr fällt dazu weder dem Artikel noch mir ein. Bemerkenswert finde ich aber, in der Wikipedia überhaupt einen Artikel über einen japanischen Landkreis zu finden.

Übrigens: Japanisch lernt sich in Japan nicht so gut. Die Japaner empfinden es nämlich als unhöflich, ihr Gegenüber auf Fehler aufmerksam zu machen. Und mit einem einfachen Hinweis darauf, dass man das ausdrücklich wünscht und sogar dankbar dafür wäre, ist dem wohl nicht beizukommen. Hat mir zumindest mal eine nette Zug-Bekanntschaft erklärt.

Dass das mit dem Schlafen im Weltraum schon aufgrund der Schwerelosigkeit nicht ganz so einfach ist, liegt auf der Hand. Erschwerdend kommt hinzu, dass Astronauten auch bei geschlossenen Augen Lichtblitze sehen. Dabei handelt es sich um geladene Teilchen, die auf die Netzhaut treffen und es normalerweise nicht durch das Magnetfeld der Erde schaffen. Die Astronauten hatten das Phänomen lange verschwiegen, aus Angst wegen Stress fluguntauglich erklärt zu werden.

Während Schüssler-Salze, Bach-Blüten und Glaubulis zumindest niemandem direkt schaden, ist das hier ein ganz anderes Kaliber: Miracle Mineral Supplements (MMS). Was nach einer harmlosen Nahrungsergänzung klingt und von einem Ex-Scientologen als Wundermittel gegen so ziemlich alles – inklusive Aids und Krebs – angepriesen wird, ist pures Gift.

Denn ein Arzneimittel ist MMS nicht. Es ist nicht geprüft, nicht zugelassen. Es ist auch kein Lebensmittel – es ist eine hochreaktive chemische Verbindung aus Chlor und Sauerstoff: Chlordioxid. Es hat eine stark oxidative Wirkung. Auf Haut und Schleimhaut wirkt es reizend bis ätzend. Industriell wird es als Mittel zur Desinfektion sowie zum Bleichen verwendet.

Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, um sowas zu sich zu nehmen?

Wikipedia erklärt:

Playfairit ist ein sehr selten vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der „Sulfide und Sulfosalze“. Es kristallisiert im monoklinen Kristallsystem mit der Zusammensetzung Pb16(Sb,As)19S44Cl. Die in den runden Klammern angegebenen Elemente Antimon und Arsen können sich in der Formel jeweils gegenseitig vertreten (Substitution, Diadochie), stehen jedoch immer im selben Mengenverhältnis zu den anderen Bestandteilen des Minerals.

“Sehr selten” heißt konkret: je einmal in Kanada, den USA, Frankreich und Kirgisistan. Aber da es für das Mineral keine praktische Verwendung zu geben scheint, sind Konflikte darüber vermutlich nicht zu befürchten.

Wer mit so schönen Wörtern wie Halodri, Döspaddel oder Fissematenten noch was anfangen kann, dem seien die Ommawörter ans Herz gelegt – eine liebevolle Sammlung nicht mehr so geläufiger Begriffe. Erinnert mich an das Lexikon der bedrohten Wörter, wo zum Beispiel der Bandsalat und die Wählscheibe ihre letzte Ruhe gefunden haben. (Danke, Unbekante/r. Leider ohne Quelle gespeichert.)

Schon man was von Aquaponik gehört? Das ist die Kombination von Fisch- und Pflanzenzucht in einem geschlossenen Wasserkreislauf mit dem Clou, dass Bakterien den Ammoniak aus den Exkrementen der Fische in Nitrat als Nährstoff für die Pflanzen umwanden. Und die wiederum reinigen dann das Wasser für die Fische.

Der Wasserverbrauch ist gering, die Erträge sind gut und solche Anlagen lassen sich praktisch überall bauen. Größtes Problem ist der Energieverbrauch, aber dann lässt sich das auch im industriellen Maßstab angehen.

Bodo Ramelow ist zum ersten Ministerpräsidenten Der Linken gewählt worden, und Bild am Montag kommentiert:

Bodo Ramelow will als neuer Ministerpräsident in Thüringen einen fairen Umgang mit seinen politischen Gegnern. Hoffentlich ist es keine Maskerade.

Als wenn der faire Umgang bisher an Der Linken gescheitert wäre! Mir kommen da eher solche Geschichten in den Sinn.

Wikipedia erklärt:

Emily Chebet Muge (* 18. Februar 1986 in Bomet) ist eine kenianische Langstreckenläuferin.

Neben persönlichen Bestzeiten und Ergebnissen bei verschiedenen Wettkämpfen gibt der kurze Artikel sonst gar nichts her. Und so steht zu befürchten, dass ich wieder vergessen werde, wer die Crosslauf-Weltmeisterschaft 2010 ganz knapp gewonnen und zuletzt bei den Leichtathletik-Afrikameisterschaften in Marrakesch 2014 im 10-km-Lauf den zweiten Platz gemacht hat.

Wikipedia erklärt:

Selenite oder Zelenite (bulgarisch ЗЕЛЕНИТЕ, bulgarisch für: die Grünen) ist eine grün orientierte bulgarische Partei. Sie wurde am 18. Mai 2008 in Sofia von Mitgliedern verschiedener nichtstaatlicher Umweltschutz- und Menschenrechtsorganisationen gegründet. Die Organisationen wollen auf diese Weise durch politischen Druck die Dialogbereitschaft der bulgarischen Regierung erhöhen und grünes Gedankengut stärker in Bulgarien etablieren. Mehrere damals bereits bestehende Parteien mit grünem Anspruch werden von Zelenite als nicht ernstzunehmend eingestuft.

Viel mehr gibt der Artikel dann auch nicht her, außer der krassen Erkenntnis, dass Parteien in Bulgarien Teilnahmegebühren zahlen müssen oder zumindest mussten.

Wikipedia erklärt:

Der Lac Artigny ist ein See in der Verwaltungsregion Nord-du-Québec der kanadischen Provinz Québec.

Der See ist nach einem Menschen namens Louis Rouer d’Artigny (1667–1744) benannt, was zumindest bei uns außergwöhnlich ist. Da fiele mir spontan nur der Wolfgangsee ein, und sogar der hat nur indirekt was mit einem Wolfgang zu tun.

Um d’Artigny hinterher zu spüren, reicht mein Französisch leider nicht aus.

Da ich diese Seite nun schon zum wiederholten Mal suchen musste und es einfach nicht in die Birne bekomme, muss das jetzt leider sein:

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Kann doch nicht so schwer sein!

Wikipedia erklärt:

Augustusburg ist eine Kleinstadt in Sachsen. Benannt ist die Stadt nach dem weithin sichtbaren und landschaftsbeherrschenden Schloss Augustusburg, einem ehemaligen Jagdschloss der sächsischen Kurfürsten. Bekannt ist sie außerdem auch durch die Drahtseilbahn Erdmannsdorf-Augustusburg.

Außerdem ist es wohl die deutsche Stadt mit den meisten Kennzeichen – zumindest, wenn die Wikipedia da mal nicht irrt. Insgesamt sieben (!) sollen die nicht mal 5000 Erzgebirgler haben. Kann falsch sein, muss es aber nicht. Zumindest hier kann man auf die Kennzeichen nämlich auch nichts mehr geben: Wolfhagen hat zum Beispiel drei, weil im Landkreis Kassel wieder alte Kennzeichen von vor der Gebietsreform zugelassen werden.

Noch besser finde ich aber, was ich letztens auf der Zulassungsstelle gelernt habe. Trotz Wohnsitz in der Stadt konnte ich das bestehende Land-Kennzeichen bei der Ummeldung behalten. Und nicht nur das: hätte ich einen Wagen aus Frankfurt gekauft, hätte ich auch dieses Kennzeichen in Kassel führen können. Ob das auch eine Kasseler Besonderheit ist, entzieht sich allerdings meiner Kenntnis.

Aber zurück zu Augustusburg. Da fällt mir nämlich noch was auf. Die Stadt hat die Patenschaft für ein Panzergrenadierbataillon übernommen! Von Städtepartnerschaften habe ich ja schon gehört, aber das ist hoffentlich neu und einzigartig.

Früher habe ich so gerne eine beliebige Seite im Lexikon aufgeschlagen, um irgend etwas Neues zu lernen, dass ich mich frage, warum ich auf die Idee noch nicht selbst gekommen bin. Sei’s drum – dann muss ich sie jetzt halt klauen.

Und so gibt es hier nun mehr oder weniger täglich den ersten Absatz eines zufälligen Wikipedia-Artikels, und ich bin schon total gespannt, was ich dabei alles entdecke.

Los geht’s.

Die Winkerfrösche (Staurois, von griech. stauros = Kreuz, Pfahl) sind eine Gattung der Echten Frösche aus Südostasien und von den Philippinen.

Und die heißen so, weil sie auffällig gefärbte Schwimmhäute an den Hinterbeinen haben, mit denen sie dann winken, um sich zu verständigen. Akustische Kommunikation hatte sich in der Nähe von Wasserfällen und schnell fließenden Gewässern als zu mühsam erwiesen.

Nicht direkt ein Fall für WTF, Evolution?!, aber auch nicht der schlimmste Start. Ich freue mich schon auf morgen.