Ich dulde keine abfälligen Bemerkungen mehr über die „heutige Jugend“. Denn wer unter solchen Umständen aufwachsen muss, hat unser Mitleid und unsere Hilfe verdient.

Auch wenn die Bravo vermutlich nie den Anspruch auf Qualitätsjournalismus erhoben hat, und auch wenn die Zeit da mal wieder einiges verklärt – meines Wissens wurde dort früher zumindest Deutsch geschrieben. Heute:

Allein im letzten Jahr hat er [Justin Bieber] fast 45 Millionen Euro verdient! WTF??! ‚Ne Menge Kohle! Tja, und dass er eine Rich-Bitch ist, lässt der Mädchenschwarm auch raushängen. Mindestens sieben Karren stehen bei ihm in der Garage – alle nach seinen persönlichen Wünschen gepimpt. […] Boah, geht’s noch prolliger? Jup, bei Biebs schon!

Und ich will auch nicht glauben, dass die Redaktion früher jemandem für das Tragen eines Shirts mit der Aufschrift „Suicidal Tendencies“ gleich Selbstmordabsichten unterstellt hätte. facepalm

Der Freitag hat ein lesenswertes Interview mit Ladar Levison in deutscher Übersetzung. Besonders krass finde ich, dass er noch nicht einmal mit seinem Anwalt über alle Hintergründe der Lavabit-Schließung reden darf. Mit seinem Anwalt!

Ich hoffe, unsere Geliebte Bundesregierung lässt sich jetzt mal ganz schnell schriftlich versichern, dass die USA noch immer ein Rechtsstaat sind.

Die Merkel-Bande hat einen neuen Superhelden, denn Pofalla erklärt die NSA-Affäre für beendet. Weil nämlich sowohl NSA als auch GCHQ ihm schriftlich versichert haben, dass unsere Grundrechte bei ihnen in den allerbesten Händen sind. Schriftlich! Dieser Teufelskerl! Dem Internet ist das enorme Potential dieses Mannes natürlich auch nicht entgangen, und so finden sich schon viele weitere Heldentaten auf Pofalla beendet Dinge.

Nachdem mir daMax noch etwas Mut zugesprochen hat, habe ich es mit Laserpointer und Bullshit-Bingo bewaffnet doch gewagt, mir dieses Video anzusehen und wurde mit 15 min. Eso-Comedy vom Feinsten belohnt (okay, am Stück habe ich es zugegebenermaßen nicht geschafft). Großes Kino! Respekt gebührt nicht nur der grandiosen Hauptdarstellerin Julia Jannsen, die überzeugend ein (re)inkarniertes Einhorn mimt, sondern auch ihrem engagierten Interview-Partner, der sich dabei irgendwie auf dem Stuhl hält und die Fassung bewahrt, was der Kameramann auch noch mit ruhiger Hand dokumentiert. Echte Profis halt!

Wie, die meinen das ernst? Es gibt noch mehr und sie treffen sich? Vor meiner Haustür? Nein, das kann unmöglich wahr sein!1!! *augenzuhaltundnananasing*

Ich frage mich schon länger, ob es Wahnsinnige gibt, die auch beim Fahrradfahren mit ihren Smartphones spielen. Jetzt weiß ich: ja. Und es sah beunruhigend unsouverän aus. facepalm