Aus dem Bauch heraus hätte ich getippt, dass der Juli der geburtenstärkste Monat ist. Warum das nicht ganz falsch aber trotzdem ein Glückstreffer ist, zeigt die Verteilung von Geburten im Jahresverlauf. Dabei gibt es spannenderweise wirklich ein wiederkehrendes Muster – oder eine „Saisonfigur“, wie ich dabei auch gleich noch gelernt habe. Demnach kommen tatsächlich mehr Kinder in den Monaten Juli, August und September zur Welt, allerdings nicht bedeutend mehr.

Auf dem Pariser Flughafen wurden in einer Maschine aus Venezuela 30 Koffer mit Kokain gefunden. Das macht 1,3 Tonnen und einen Straßenverkaufswert von 200 Millionen Euro. Eine ambitionierte Operation. Ich schätze mal, dass die Koffer zwei oder drei dieser Gepäckcontainer füllen dürften. Und die wollen erst mal unbemerkt an Bord und wieder an sich gebracht werden. Okay, letzteres hat diesmal ja offensichtlich auch nicht geklappt.

Außerdem auch ein gefährliches Spiel in Zeiten, in denen Airlines aus Kostengründen immer äußerst knapp betanken lassen: Übler Absturz – 1,3 Tonnen Koks waren einfach zu viel! (via Fefe)

Ein Problem mit der Pascalschen Wette – nach der es letztlich einfach sicherer ist, an Gott zu glauben – ist ja, dass man nicht weiß, an welchen Gott zu glauben sich dann empfiehlt. Kommt ja irgendwie doof, wenn man sich auf das Spiel einlässt und den falschen Gott anbetet, was den richtigen dann am Ende erst so richtig erzürnt. Reddit-User falcy hat das Dilemma mal visualisiert. (via Atheist Media Blog)

Auch die Entnahme einer freiwilligen DNA-Probe kann unzulässig sein. Ein schriftliches Einverständnis reicht dafür nämlich nicht aus, die Behörden müssen statt dessen selbständig prüfen, ob die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Klingt zu vernünftig, um wahr zu sein. In diesem Fall ging es allerdings nur um die Speicherung, und ich befürchte, dass das einer vorherigen Verwendung in einem Strafverfahren nicht unbedingt entgegen gestanden hätte.

Der Vollständigkeit halber zunächst noch das traurige Ergebnis der Bundestagswahl 2013: CDU 34,1% – SPD 25,7% – FDP 4,8% – DIE LINKE 8,6% – Grüne 8,4% – CSU 7,4% – Sonstige 10,9%. Visualisierungen ohne Ende hat Netzpolitik.org zusammengetragen.

Letzten Endes wäre mir ja unter den gegebenen Umständen eine hauchdünne absolute Mehrheit der Zeugen Angelas lieber gewesen als die nun zu erwartende Große Koalition: Die CSU kann derzeit vor Kraft kaum laufen, und da wären der Popcornfaktor und die Herausforderung der Mehrheitsbeschaffung sicherlich größer gewesen als mit dieser SPD. Und wenn es dann mal gereicht hätte, wäre die Union komplett alleine verantwortlich gewesen und Merkel hätte die einmalige Gelegenheit gehabt, sie nachhaltig bloßzustellen. Außerdem hätte die Regierung nicht über eine verfassungsändernde Mehrheit verfügt, wie es nun wieder zu befürchten ist. Denn es kam ja anders.

Und so sehr es mich auch freut, dass die FDP rausgeflogen und die AfD gar nicht erst reingekommen ist – die 5%-Hürde muss trotzdem weg! Das zeigt diese Wahl ganz besonders deutlich, bei der die gültigen Zweitstimmen von 6,8 Millionen Wahlberechtigten verfallen sind. Aber da das naturgemäß genau die Parteien ändern müssten, die vom derzeitigen Wahlrecht profitieren, wird das wohl ohne Revolution nichts. Ganz im Gegenteil.

Es gibt so Tage, da guckt man besser nicht in den Briefkasten – heute zum Beispiel. Da musste ich nämlich eine kostenlose BILD-Sonderausgabe zur Wahl entsorgen. Und das traf mich diesmal leider völlig unvorbereitet, beim letzten Mal war ich wenigstens vorgewarnt. Scheint sich aber gerechnet zu haben, und so erwarte ich die nächste zur erfolgreichen Übernahme der Spiegel-Hauptstadtredaktion.

Es gibt ein paar Eigenschaften, die einem Politiker das Leben deutlich erleichtern können. Lügen ohne rot zu werden beispielsweise. Oder – als Sozialdemokrat- auch mal ohne jemals rot gewesen zu sein (Pispers). Es ist auch förderlich, Wahlversprechen gleich am Wahlabend wieder vergessen zu können. So wie auch andere Dinge. Und am besten fährt man wohl noch immer ganz ohne störendes Gewissen.

So gesehen zeugt es wohl von außerordentlichem politischem Talent, dass sich unsere ehemalige Bundesbildungsministerin als Dr. Annette Schavan auf dem Wahlzettel vorstellen lässt. Oder einfach von einer realistischen Einschätzung der Wähler ihres Wahlkreises.

Laut Wahl-O-Mat verbindet mich mehr mit der Partei Bibeltreuer Christen als mit der Schwarzen Pest. Ich weiß noch nicht so recht, was ich mit dieser Erkenntnis anfangen soll.

Wie kommt so ein syrischer Bösewicht eigentlich zu seinem Giftgas? Natürlich durch uns! Deutschland exportierte zwischen 2002 und 2006 mehr als 111 Tonnen Dual-Use-Chemikalien an Syrien, die als Bestandteile der Sarin-Produktion verwendet werden können.

Das haben unter Schröder erst die Grünen mitgemacht und unter Merkel dann der Münte. Und weil ich mal unterstelle, dass das an der FDP auch nicht gescheitert wäre, wird sich an sowas durch Wahl der Deutschen Einheitspartei auch nichts ändern.

Das Wissen um die Exporte verdanken wir übrigens – mal wieder – einer Anfrage Der Linken.

Im letzten Jahr hat alleine das Bundesamt für Verfassungsschutz 864 Datensätze an die NSA weitergeleitet, man trifft sich außerdem wöchentlich. Und weil so eine vertrauensvolle Zusammenarbeit gepflegt und weiter entwickelt werden will, testet das Bundesamt auch gerade den Einsatz von XKeyscore:

Sollte das Programm in den Regelbetrieb gehen, hat sich das BfV den Unterlagen zufolge verpflichtet, alle Erkenntnisse mit der NSA zu teilen. Das hatte der Präsident des Bundesamtes, Hans-Georg Maaßen, seinen US-Kollegen bei zwei Besuchen im Januar und Mai diesen Jahres zugesichert.

Zum Glück können wir bei der bevorstehenden Bundestagswahl für eine Abschaffung der Geheimdienste stimmen.

Dass die NSA auch den internationalen Zahlungsverkehr abschnorchelt, geht sogar dem GCHQ zu weit geht:

Das Sammeln, Speichern und Teilen der „politisch sensiblen“ Daten sei ein tiefer Eingriff, schließlich handle es sich um „Massendaten voller persönlicher Informationen“, von denen „viele nicht unsere Ziele betreffen“.

Und diese rührende Sorge um die Rechte der Bürger hat sicher überhaupt nichts mit dem Finanzplatz London zu tun.