Die gute Nachricht: Die Kirchen sprechen sich gegen jede „Form der Funktionalisierung, Instrumentalisierung, Ideologisierung und Indoktrination“ im Schulunterricht aus.

Die schlechte Nachricht: Dabei geht es ihnen natürlich nicht um die Abschaffung des Religionsunterrichts, sondern um die Pläne der baden-württembergischen Regierung, die „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ als Ziel im Lehrplan zu verankern.

Sollte man sich vielleicht trotzdem merken.

Lust, Google ein wenig zu ärgern? Wie ich gerade lese, nutzt Google reCAPTCHA, um vermeintliche Hausnummern in den Street-View-Bildern zu identifizieren. Wo der Algorithmus für die automatische Erkennung versagt, werden eben Nutzer befragt. Und weil Google gar nicht weiß, was sich tatsächlich hinter den verschwommenen Hausnummern verbirgt, kann man deren Datenbank an der Stelle auch einfach mit Müll befüllen. wink

Vor zwei Jahren suchten die Tatort-Kommissare im Fakeweb noch bei websearch-online.de und wurden dann bei online-fakt.de fündig. Also mehr online geht ja wohl nicht. Aber gut, da war das Internet ja noch nicht mal Neuland. (Dank an daMax, der noch ein weiteres Bild und auch alles viel größer hat)

Tatort: Der Tote im Nachtzug (ARD, 2011), Screenshot von daMax

Tatort: Der Tote im Nachtzug (ARD, 2011) // Screenshot von daMax

Tatort: Der Tote im Nachtzug (ARD, 2011), Screenshot von daMax

Tatort: Der Tote im Nachtzug (ARD, 2011) // Screenshot von daMax

Wie der Name schon andeutet, sammelt Source Code in TV and Films Screenshots von Quelltext in Film und Fernsehen und erklärt, was der so tut – oder auch nicht. (via Kotzendes Einhorn)

Ich finde ja, dass auch das besonders (aber nicht nur) auf deutschen Mattscheiben und Leinwänden zu bestaunende Fakeweb eine Heimstatt verdient hat. Also einen Ort für all die erfundenen Suchmaschinen und Webdienste und vielleicht auch Betriebssystem-Oberflächen, die sich Filmschaffende einfallen lassen, um nicht Google, Microsoft & Co. zu zeigen. Und der ist jetzt halt hier. Ich starte die Sammlung mal mit der Suchmaschine Detect aus dem letzten Tatort und freue mich wie Bolle über weitere Screenshots per Mail oder Link in den Kommentaren.

Tatort: Der Eskimo (ARD, 2014)

Tatort: Der Eskimo (ARD, 2014)

Chinesische Überwachungskameras können wegen des Smogs nichts mehr sehen. Da ist die innere Sicherheit natürlich in konkreter Gefahr, und frische Ideen sind gefordert:

“On the smoggiest days, we may need to use radar to ensure security in some sensitive areas,” he said.

Lacher am Rande: Bisher hat die chinesische Propaganda den Smog wohl als vorteilhaft für die nationale Verteidigung verklärt. Ziele für den Feind verschleiern und so.

Pofalla musste sich ja in den letzten Tagen viel anhören, weil es einige überkritische Zeitgenossen bedenklich finden, wenn der ehemalige Chef des Kanzleramts ohne Umwege zum Cheflobbyisten der Deutschen Bahn werden will. Aber denen nimmt er jetzt routiniert den Wind aus den Segeln: Bei einer Berufung in den Bahnvorstand würde Pofalla auf sein Bundestagsmandat verzichten. Na also, Debatte beendet – außer vielleicht mit den Parteifreunden im Wahlkreis, die ihn da hingebracht haben.

Und den Hinweis, dass er beim Wechsel von Schröder zu Gasprom selbst eine Karenzzeit gefordert hat, finde ich nun wirklich kleinlich. Der Mann hat offenbar schon vor mehr als zwei Jahren innerlich gekündigt und sich seitdem nachweislich nicht nennenswert politisch betätigt.

Und als Bahnvorstand hat er sicher auch mehr Zeit für die Familie. Die sollen da ja ganz tolle Teilzeitmodelle haben.

Das Konzept eines Gewehrs mit krummem Lauf zum Schießen um die Ecke kannte ich bisher nur aus einem alten WK2-Agentenschinken und habe das für eine alberne Hollywood-Idee gehalten. Nun lerne ich, die Nazis haben tatsächlich einen Krummlauf für ein Sturmgewehr gebaut – mit den zu erwartenden Problemen:

Durch die Krümmung im Lauf wurden die abgefeuerten Projektile starker Reibung ausgesetzt und erhitzten sich so stark, dass sie letztlich beim Austritt zerplatzten. So entsprach die Ladung effektiv einer Schrotladung, was im nahen Feuerkampf kein Nachteil war. Der Verschleiß dieser Läufe war hoch.

Heutzutage lässt sich so eine Waffe natürlich mit Kamera und Monitor bauen, ohne wirklich den Lauf krümmen zu müssen.