Ich hatte ja keine Vorstellung …

Trotzdem werde ich das [Linux] nur fürs nötigste benutzen und mir demnächst in der Ukraine wieder eine Windows Version zusätzlich installieren lassen, zusammen mit erweitertem Arbeitsspeicher kostet mich das umgerechnet 8,50€ und die Reise dorthin natürlich, aber das hatte ich nächsten Monat sowieso vor. Erstmal vielen Dank, ich bewundere euch das ihr euch in ein so unverständliches Betriebssystem eingearbeitet habt, […]

Update: Der direkte Link tut leider nicht ohne Anmeldung. sad (Danke, Max)

Ein Jahr nach Snowden liefert der Verfassungsschutz noch immer munter Daten an die USA. Allerdings an CIA und FBI. Ist ja auch ne ganz andere Baustelle – konnte ja keiner wissen, dass das auch irgendwie uncool ist:

Wie aus Geheimdokumenten, die NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung zugespielt wurden, hervorgeht, hat der Verfassungsschutz im ersten Quartal dieses Jahres bereits Daten in 400 Fällen an die Amerikaner weitergegeben. 2013 sollen in insgesamt 1163 Fällen vertrauliche Daten vom Inlandsgeheimdienst weitergereicht worden sein. In den letzten vier Jahren, in denen die Terrorbedrohung in Deutschland nicht gerade sprunghaft angewachsen ist, hat sich die Zahl verfünffacht.

US-Vize Joe Biden hat Deutschland Ausländerfeindlichkeit bescheinigt. Dem Befund möchte ich jetzt mal nicht ganz so vehement widersprechen – der Knaller ist ohnehin ein anderer:

Schauen Sie sich Deutschland an, schauen Sie auf den Rest der Welt. Wir sind die einzige nicht-ausländerfeindliche Nation in der Welt, die eine Wirtschaftsmacht ist.

Und ja, mit „wir“ meint er ernsthaft die USA. facepalm

Ein Nachteil verschlüsselter Daten ist, dass sie sich so schlecht durchsuchen lassen. Das gilt zumindest für On-the-fly-Verschlüsselungen wie TrueCrypt oder EncFS, wo die Daten erst beim Öffnen tatsächlich entschlüsselt werden und vorher eben nicht in sinnvoll durchsuchbarer Form vorliegen. Das schreit nach einer portablen Desktop-Suche.

Auftritt: DocFetcher. Der kleine Spürhund ist eine Java-Anwendung, die unter Linux, Windows und OS X (nicht getestet) direkt vom Stick bzw. aus dem Container läuft, und die Dateien dabei clevererweise mit relativen Pfaden indizieren kann. Somit können alle Programmversionen mit einer Datenbank arbeiten, und es ist egal, ob ein Container nun als Laufwerk (Win) oder Verzeichnis (Linux) eingehängt ist. Und beim eigentlichen Kerngeschäft – der Suche – bezweifle ich, dass ich jemals alle Optionen nutzen werde:

Über simple Konstrukte wie OR, AND und NOT hinaus unterstützt DocFetcher unter Anderem: Wildcards, Phrasen-Suche, Fuzzy-Suche („finde Wörter, die folgenden Wörtern ähneln: …“), Nachbarschafts-Suche („folgende Wörter sollen höchstens 10 Wörter voneinander entfernt sein“), Boosting („gib Dateien höheres Gewicht, die folgende Wörter enthalten: …“)

Ihr habt Euch doch bestimmt auch schon gefragt, was wirklich hinter der Kritik an der FIFA-Entscheidung für Katar steckt, oder? Die unmenschlichen tödlichen Arbeitsbedingungen, die Korruption und die offensichtliche Absurdität des Vorhabens alleine können es ja wohl kaum sein, nicht wahr? Zum Glück weiß der Blatter-Sepp mehr:

„Wenn wir nun Einigkeit zeigen, ist das der besten Weg, mit denen fertig zu werden, die die Fifa zerstören wollen“, so der 78 Jahre alte Blatter. Wen genau er mit seiner Kritik meinte, ließ er offen. Allerdings spiele bei den am Wochenende zunächst von der britischen Presse erhobenen Vorwürfen „auch Diskriminierung und Rassismus“ eine große Rolle, sagte Blatter.

Mit der Rassismus-Keule auf Strohmänner eindreschen – sehr souverän.

Falls Ihr auch schon total gespannt seid, welche Überraschungen uns diesmal zur WM erwarten: Noch vor der Sommerpause will der Ministerrat zum Beispiel das Fracking im Eilverfahren durchdrücken. Unauffällige Abstimmung vermutlich während des Finales:

[…] die Bundesregierung scheint die Situation in der Ukraine und Befürchtungen um eine einseitige Abhängigkeit vom Erdgaslieferanten Russland nutzen zu wollen, um die Fracking-Diskussion durch vollendete Tatsachen zu beenden.

Eine russische Software namens „Eugene Goostman“ hat den Turing -Test bestanden und sich gegenüber Testpersonen im Chat erfolgreich als Mensch ausgegeben. Als 13-jähriger Junge, um genau zu sein, und zwar in 33% der Fälle – womit der Test bereits als bestanden gilt. Für SpOn kein Grund, auf Panikmache zu verzichten:

Die Technik könnte allerdings auch von Cyber-Kriminellen genutzt werden.

Wenn Sony als einer der FIFA-Hauptsponsoren schon öffentlich eine Aufklärung der Korruptionsvorwürfe um die WM 2022 in Katar fordert, dann werden die Ergebnisse sicher nicht mehr lange auf sich warten lassen, oder?

FIFA-Chefermittler Michael Garcia will am Montag seine Untersuchungen abschließen und sechs Wochen später einen Bericht vorlegen – nach dem Finale der in wenigen Tagen beginnenden WM 2014 in Brasilien.

Also wenn wir sowas wie eine Staatsreligion hätten, dann würden kirchliche Großveranstaltungen sicherlich großzügig vom gemeinen Steuerzahler finanziert, während man zeitgleich stattfindenden humanistischen Veranstaltungen vermutlich nur eine „geringe Relevanz“ bescheinigen würde.

Wahrscheinlich würde die mit 3 Millionen Steuereuro finanzierte Kirchen-PR auch auf allen Kanälen verbreitet, wohingegen man Berichte über Aktionen, die mit einem 11. Gebot „Du sollst Deinen Kirchentag selbst bezahlen“ auf diese diskussionswürdige Finanzierung hinweisen, vermutlich lange suchen müsste.

Und in einem ganz ausgeprägten Gottesstaat wäre es sogar vorstellbar, dass es so etwas wie einen eigenen Miltärbischof gäbe, der dann auf dem Katholikentag einen von der Bundeswehr geschützten Gottesdienst abhalten dürfte. Furchtbare Vorstellung – aber zum Glück leben wir ja in einem säkularen Land. (via Atheist Media Blog)