Erst kürzlich kritisierte der UN-Sonderberichterstatter für den Gazasteifen, Richard Falk, das lasche Vorgehen der internationalen Gemeinschaft gegenüber der israelischen Gazapolitik:

Der einzige Weg, Israel zur Öffnung der Grenzen zum Gazastreifen unter Druck zu setzen, ist ein wirtschaftlicher und militärischer Boykott.

Ich halte das für eine gute Idee, Friedensfürst Obama offensichtlich nicht: Für die nächsten zehn Jahre genehmigte er Militärhilfen von mindestens 30 Milliarden Dollar an Israel, wovon 75% für Aufträge bei amerikanischen Rüstungsfirmen verwandt werden müssen. Und nun verdoppeln die USA noch den Wert ihres Militärarsenals in Israel. Dort werden zukünftig Waffen und Ausrüstung im Wert von 800 Millionen Dollar gelagert – im Bedarfsfall natürlich auch durch Israel einsetzbar.

Und auch hier hat Deutschland seine Nische gefunden: Denn wir sind ja traditionell für die Aufrüstung der israelischen Marine verantwortlich. Häufig unentgeltlich, aber dafür konkurrenzlos.

Was wir ja auch außerordentlich gut können, ist lange Zäune bauen. Und da sehe ich ich schon den nächsten potentiellen Großauftrag: Israel will einen Zaun an der Grenze zu Ägypten bauen.

Ein Gedanke zu “Militärhilfe für Israel

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