Mark Zuckerberg will schrittweise 99% seiner Facebook-Aktien spenden investieren. Diese wären derzeit 45 Milliarden Dollar wert.

Die Aktien bekommt die neu gegründete gemeinsame Stiftung Chan Zuckerberg Initiative, die sich für Chancengleichheit von Kindern in aller Welt einsetzen soll. „Wie alle Eltern wollen wir, dass Du in einer besseren Welt aufwächst als der heutigen“, schreiben Zuckerberg und Chan in ihrem „Brief an unsere Tochter“.

Update: Doch nur heiße Luft.

Zuckerberg und Chan wollen ihre Initiative als Gesellschaft mit beschränkter Haftung organisieren und nicht als Non-Profit-Organisation. Sie wollten das Größtmaß an Flexibilität und würden ihre Mission mit einer großen Bandbreite an Aktivitäten erfüllen, teilte Facebook-Sprecherin Rachael Horwitz mit. „Auf diese Weise ist das weder eine Stiftung noch gänzlich gemeinnützig.“

Genau genommen ist das in wenigen Jahren also vielleicht auch gar nicht mehr gemeinnützig.

7 Gedanken zu “Mark Zuckerberg will 99% seiner Facebook-Aktien …

  1. Und so definiert man Begriffe um: So wird aus Investieren == Spenden! Einfach abartig die Amerikaner! Wenn Spenden die Welt verbessert hätten würden wir im Paradies leben, stattdessen leben wir in Amerikanischen Horrorvisionen und dafür wollen die auch noch bewundert werden.
    Aber vielleicht brauchen die das damit sie ruhig schlafen können, wenn sie die Welt weiter zerstören!

    • So negativ sehe ich das nicht. Ja, das ganze ist auch eine gelungene PR-Aktion. Ja, vielleicht auch ein Steuersparmodell. Und dass das Geld der Stiftung sicher nicht in Projekte gesteckt wird, die Facebook irgendwie schaden, dürfte auch klar sein. Eher im Gegenteil. Im Detail gibt es bestimmt viel zu kritisieren.

      Aber solange unsere Regierungen nicht im Sinne ihrer Bürger handeln und alle Unternehmen – auch Facebook – gerechte Steuern zahlen, würde ich mir auch bei uns diesen Teil der amerikanischen Kultur wünschen, in der viele Superreiche teils beträchtliche Vermögen spenden. Bei uns bleibt das alleine am Ehrenamt hängen, wo Hilfbedürftigen oft von Menschen geholfen wird, denen es selbst nicht viel besser geht.

  2. Schade das du relativierend auf meinen Kommentar reagierst, auf mich wirkt das auch noch nicht kompetent.
    Denn wie ich schon schrieb wenn die Reichen mit ihren Spenden etwas bewirken würden, was sie nicht wollen da es gegen ihre Interessen wäre, würde es nicht so viel Armut geben. Ich empfehle dir mal ein blick auf die USA zu werfen, dann kannst du die Sozialen Verwerfungen betrachten. Und nicht umsonst sind ein viertel aller gefangen weltweit in den Gefängnissen der USA zu finden, das sind die die nicht durch nicht tödliche Waffen wie taser umgebracht werden.
    So schaft man das Staatswesen ab, wenn du es besser findest von der Gnade anderer abhängig zu sein, dann ist das sehr traurig und wahrscheinlich nicht aufzuhalten.
    „Wohltätigkeit ist das Ersaufen des Rechts im Mistloch der Gnade.”
    Mehr mag ich nicht mehr zu dem Thema sagen, und hoffe du überdenkst deine Haltung, nein sie muss nicht meiner entsprechen.
    hier noch ein tip: https://le-bohemien.net/ hoffe mal das du die noch nicht kennst.

    • Dass meine Reaktion relativierend ist, liegt in der Natur der Sache, wenn ich das nicht so kritisch sehe wie Du – oder?

      Aber ich denke auch, dass wir da gar nicht so uneins sind und Du ein Stück weit offene Türen einrennst. Natürlich wünsche ich mir keine Zustände wie in den USA. Und natürlich liegt mir an einem funktionierenden Staatswesen („Regierungen, die im Sinne ihrer Bürger handeln“) und einer Unabhängig von der Gnade Einzelner („gerechte Steuern“).

      Aber da die Zustände nun mal nicht so sind, begrüße ich solche „Spenden“. Auch wenn sie nicht ganz uneigennützig sind und die Welt nicht grundlegend verändern. Wäre es dir lieber, er würde sein Geld völlig intransparent ausschließlich im eigenen Interesse einsetzen oder einfach nur bunkern?

      Und ein funktionierendes Staatswesen haben wir ja auch schon nicht mehr, sonst hätten wir keine Tafeln. Oder habe ich falsch verstanden, was Du damit meinst?

      Das waren jetzt viele Fragen, obwohl Du hier gar nicht mehr diskutieren willst. Fühl Dich nicht zu einer Antwort genötigt ;)

      PS: Danke für den Tipp – kenne ich noch nicht.

      • OK, mein letzter Senf für heute.
        Er setzt sein Geld ausschließlich nur im eigenen Interesse ein, in dem er das ganze bei dem der Wert im übrigen noch nicht einmal klar beziffert werden kann weil niemand der realen wert seiner Aktien kennt, als spende klassifiziert spart er dadurch (also er drückt sich davor) in den Staaten und auch sonst in anderen Ländern erhebliche Steuern.
        Unser Staatwesen ist schon ziemlich kaputt und wir leben eigentlich nur in einer Illusion. Ehrenämter sind so ziemlich das dümmste was die leute tun können, als nebeneffekt deshalb ja auch gefördert von der Regierung kann sich der staat aus diesen dingen raushalten. Was ganz der Neoliberalen Ideologie entspricht und entsprechend populistisch von unseren Medien unreflekiert verbreitet werden.
        Tip: https://www.youtube.com/watch?v=Rx5SZrOsb6M
        https://www.youtube.com/watch?v=KNt8HWY0Eto

        Hast mich erfolgreich genötigt, entschuldige meine vielen fehler habe gerade keine zeit und es muss schnell gehen. :-)

        • Wieder hätte ich bis auf das „ausschließlich im eigenen Interesse“ alles unterschreiben, weswegen wir die Diskussion hier wohl wirklich abbrechen können und es vielleicht auch unterschiedlich bewertet haben. In diesem Punkt habe ich gerade auch dazugelernt – siehe Update. Habe „investieren“ gerne übernommen. ;)

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