Die Tagesschau überrascht erneut. Heute mit einem Bericht über ein geheimes CIA-Strategiepapier, das die Manipulation der öffentlichen Meinung in Europa pro Afghanistan-Krieg zum Thema hat. Das Papier wurde bereits im März auf Wikileaks veröffentlicht (PDF) und zeigt, was uns in der aktuellen Diskussion zum Afghanistan-Einsatz noch erwartet:

In ihrem Deutschland-Dossier heißt es, man müsse der Bevölkerung klarmachen, dass eine Niederlage am Hindukusch eine Niederlage für die Bundesrepublik bedeute: weil Deutschland dann einer verstärkten Gefahr von Terroranschlägen, einem zunehmenden Rauschgifthandel und Flüchtlingsströmen ausgesetzt sei. Außerdem setzt die CIA auf den „Obama-Faktor“ in Deutschland .“Schön, dass die Deutschen Obama so sehr lieben“, sagt Karen Donfried, stellvertretende Direktorin der Denkfabrik German Marshall Fund in Washington, auf deren Deutschland-Untersuchungen die CIA ihr Bild von der Bundesrepublik mit stützt. „Aber was tun die Deutschen eigentlich, um Obama zu helfen?“, fragt Donfried. Genau auf diese deutsche Solidarität gegenüber Obama setzt der US-Auslandsgeheimdienst. Schließlich gelte Obama in der Bundesrepublik als jemand, der etwas von Außenpolitik und Afghanistan verstehe.

Außerdem sind verstärkt Interviews mit Frauen aus Afghanistan zu erwarten, die die Herzen der deutschen Frauen erreichen sollen – die sind nämlich laut CIA-Bericht besonders kriegsmüde.

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