Das ging ja Schlag auf Schlag: das BKA dementiert, der Innenminister flieht, eine CCC-Quelle outet sich und Bayern gesteht. Gut, das ließ sich nun auch nicht mehr abstreiten, aber der Fall ist interessant: In dieser Ermittlung steht es nämlich außer Frage, dass tatsächlich widerrechtlich Screenshots gemacht wurden – festgestellt vom Landgericht Landshut. Dem Opfer wurde der Trojaner bei einer Zollkontrolle am Münchener Flughafen untergeschoben, und trotzdem versucht sich der bayerische Innenminister noch herauszureden:

Noch nicht geklärt ist laut Herrmann, ob es sich bei der vorliegenden Datei um eine Testversion oder um die später tatsächlich eingesetzte Software handelt.

Na dann, kurzes Feedback: die Screenshot-Funktion tut prima!

In Bayern ist der Trojaner nach offiziellen Angaben vom April bisher fünf Mal eingesetzt worden, und einen Einsatz gibt Brandenburg zu. Dort allerdings benötigt man Amtshilfe einer Bundesbehörde. Da bin ich doch mal gespannt, welche der Bundesbehörden, die keine Trojaner einsetzen, das ist.

Und um nicht immer nur zu meckern: „Bundestrojaner“ wird gelobt

Update: Übrigens, unter der vom BVerfG geforderten „konkreten Gefahr für ein überragend wichtiges Rechtsgut“ versteht die bayerische Polizei im obigen Fall schlicht Drogenhandel!

Und der Bayerntrojaner ist wohl ein Hesse und soll von der DigiTask GmbH aus Haiger kommen.

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