Die ZEIT disqualifiziert sich gerade nachhaltig selbst: Erst verdingt sie sich als medialer Steigbügelhalter für Guttenbergs Comeback, dann glänzt sie durch unsportlichen Umgang mit der verdienten Kritik. In der Liste der meistkommentierten Artikel ist der viel und teils unfreundlich kommentierte Artikel jedenfalls nicht mehr zu finden. Und in den anderen Rubriken wohl auch nicht. Wenn wir da noch eine Erläuterung zu hören, wird man sicher bedauern, dass die Artikel da nach einer bestimmten Zeit automatisch rausfliegen.

Ein Highlight ist allerdings Guttenbergs „Erklärung“ für die beispiellose Ansammlung von Plagiaten:

Der grundlegende Fehler bei der Erstellung der Arbeit sei seine Arbeitsweise gewesen. „Ich war ein hektischer und unkoordinierter Sammler. Immer dann, wenn ich das Gefühl hatte, dass etwas zu meinem Thema passt, habe ich es ausgeschnitten oder kopiert oder auf Datenträgern sofort gespeichert oder direkt übersetzt.“ Auch aus dem Internet habe er Textstellen herausgezogen und abgespeichert. „Eigentlich war das eine Patchworkarbeit, die sich am Ende auf mindestens 80 Datenträger verteilt hat.“

Der größte Fehler sei gewesen, dass er den Zitaten- und Fußnotenapparat nicht gleichzeitig oder wenigstens zeitnah abgeschlossen habe, sagt Guttenberg. „Ich wusste offensichtlich später auch nicht mehr, an welchem Text ich selbst bereits gearbeitet hatte, welcher Text mein eigener und welcher möglicherweise ein Fremdtext war, insbesondere beim Zusammenfügen dieser Bruchstücke.“

(Danke, Mizgin)

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