Interessantes Interview mit einem Philosophen zum Thema Werte. Wusstet Ihr, woher die christlichen kommen?

Christliche Werte sind eine besondere Absurdität, weil es dem Christentum fast 2000 Jahre lang nicht eingefallen ist, über christliche Werte zu reden. Dieser Terminus stammt ausgerechnet von Friedrich Nietzsche, und er hat das nicht als Kompliment gemeint, sondern darunter bestimmte Formen der christlichen Welthaltung – die Selbstherabsetzung, die Selbsterniedrigung, das Ressentiment – gefasst. Die christlichen Theologen haben angefangen, von christlichen Werten zu reden, als die christliche Glaubenssicherheit, nämlich zu wissen, was die Offenbarung ist und was wir unbedingt zu glauben haben, um des Heils teilhaftig zu werden, zerbrochen ist. Dementsprechend bildet sich auch jeder christliche Werte mehr oder weniger nach Belieben.

Der wissenschaftliche Dienst des Bundestages hat erklärt, dass Maas‘ geplantes Netzwerkdurchsetzungsgesetz sowohl gegen EU-Recht als auch gegen das Grundgesetz verstößt. Die UN sehen in Deutschland die Meinungsfreiheit gefährdet, und auch der Normenkontrollrat hat den Entwurf zerpflückt.

Das Gesetz wird also ganz sicher mit großer Mehrheit durch den Bundestag gehen.

Juhu, Ransomware jetzt endlich auch für Linux. Und ein südkoreanischer Hoster hat auch gleich mal eine Millionen Dollar in das Startup investiert. smile

Wahrscheinlich ist, dass Erebus über eine Sicherheitslücke eingedrungen ist. Schließlich kam auf den Servern der veraltete Linux-Kernel 2.6.24.2 aus dem Jahr 2008 zum Einsatz. Dementsprechend waren die Server etwa für die Dirty-Cow-Lücke anfällig.

Zusätzlich sollen elf Jahre alte und verwundbare Apache- (1.3.36) und PHP-Versionen (5.1.4) installiert gewesen sein.

Da war das Geld vielleicht wirklich gut „angelegt“ und der Hoster hat in den letzten Jahren mehr als das Lösegeld eingespart.

Irgendwie habe ich im Moment ja mehr Lust auf Schach als auf die Horrormeldungen meines Feedreaders.

Einen Filmtipp will ich aber kurz loswerden: Der Mann vom andern Stern (1948). Ein Science-Fiction-Film mit Heinz Rühmann, der einen Außerirdischen namens Aldebaran spielt, der auf der Erde notgelandet ist und in Menschengestalt unseren kleinen Planeten kennenlernt.

Ich mag ja das Erzähltempo alter Filme, in denen die Botschaft noch eindeutig vermittelt wird, und nicht nur in einer kurzen Einstellung oder an der Mimik des Protagonisten abzulesen ist. Zwei Zitate will ich mir noch notieren:

Und nun ist alles getan, was für einen Menschen getan werden kann.

Meint „der Minister“, als er Aldebaran seine Ausweispapiere ausstellt. Denn schließlich hat er nun ein Vaterland. Und für sein Vaterland zu sterben ist bekanntermaßen „jeder anderen Ehre vorzuziehen“.

Und als Aldebaran beim Militär im strömenden Regen der Regenschirm abgenommen werden soll:

Lassen Sie das! Wenn was gegen die Vernunft ist, dann bin ich nämlich sehr empfindlich.

Herrlich! Übrigens wird die Geschichte des Films im Vorspann schon ausgiebig gespoilert – also ggf. erst bei 0:02:25 einsteigen. Aber nachher solltet Ihr ihn Euch trotzdem noch angucken, wenn Ihr bei „Die Bauten führte aus…“ und „Die Kostümfrage löste…“ auch schmunzeln müsst. smile

Keine Ahnung, ob diese Partie „ewig“ wird, weil mein Eröffnungszug für alle Zeit unbeantwortet im Internet verhallt, oder weil die Partie wirklich einmal ein Ende findet und ich die nächste starte. Wer mag, kann mich hier jetzt jedenfalls am Schachbrett vermöbeln!

Die Regeln sind denkbar einfach

  • Ich nehme den erstgenannten, gültigen Zug an und schließe schnellstmöglich die Kommentare.
  • Sobald ich gezogen und das Diagramm aktualisiert habe, gebe ich die Kommentare wieder frei.
  • Da ich auch mal arbeiten oder schlafen muss, wird das nicht immer sofort gehen.
  • Wer einfach nur einen Kommentar oder einen Vorschlag für folgende Besucher hinterlassen möchte, formuliert das bitte deutlich.

(Leider kann man die Ausrichtung des Bretts nicht vorgeben. Durch Drücken der Taste „F“ kann man es aber drehen.)

Gar nicht mal neu ist das Browser-Addon Binnen-I be gone. Trotzdem habe ich erst jetzt entdeckt, das ich damit zumindest auf Internetseiten den Binnen-Is und Gendersternchen den Garaus machen kann. Gibt es auch für den Fuchs.

Und beim Test auf Wikipedia bin ich dann gleich noch auf ein weiteres Problem mit solchen Konstrukten gestoßen, das mir noch gar nicht bewusst war: Zusammengesetzte Hauptwörter!

Beim Wort „Bürgermeisterkandidat“ müsste bei konsequenter Umsetzung – da es sowohl Bürgerinnen als auch Meisterinnen gibt – die geschlechtergerechte Form „BürgerInnenmeisterInkandidatIn“ lauten.

Und wenn es etwas gibt, was die deutsche Sprache wirklich auszeichnet, sind es die zusammengesetzten Substantive. Meinen zumindest der Duden und – ungleich unterhaltsamer – Mark Twain.

Kürzlich las ich eine Bewerbung, in der der Bewerber seine Tastaturanschläge pro Minute angegeben hat. Da wurde mir bewusst, dass ich weder meine eigene Leistung kenne, noch die Angabe überhaupt einzuordnen weiß.

Bei der Messung der Anschläge hilft 10fastfingers.com auch in Deutsch. Ich komme in dem 1-minütigen Test auf 257 Anschläge oder 50 Wörter bei einer Genauigkeit von rund 96%. Einerseits könnte ich sicher nicht deutlich länger so konzentriert schreiben, andererseits ist das Schreiben sinnvollen Textes aber auch leichter als die Aneinanderreihung einfacher deutscher Wörter, die ich ablesen muss, weil ich nicht ganz blind schreiben kann. Sollte also in etwa hinkommen.

Und wie kann man das einordnen? Laut Wikipedia könnte ich dem Punkt vielleicht die Prüfung zum Fachkaufmann für Büromanagement schaffen. Vom Spitzenniveau bin ich allerdings weit entfernt:

Geübte Zehnfingerschreiber erreichen bei einem 10-Minuten-Test 200 bis 400 Anschläge pro Minute. Als physisch maximal erreichbare Höchstgrenze gelten 750 Anschläge pro Minute. Ein weiterer Geschwindigkeitszuwachs kann durch Einsatz von Tastaturkürzeln erreicht werden, sodass auf internationalen Wettbewerben derzeit regelmäßig 900 Anschläge pro Minute erreicht werden.

Unterhalb dessen spielt die Frage, ob Zehnfingerschreiber oder nicht, übrigens keine Rolle. Da sind Faktoren wie das Bewegen nur der Finger anstelle der ganzen Hand oder das Drücken einer Taste mit immer demselben Finger entscheidender. Trotzdem frage ich mich, ob ich das noch mit Geschwindigkeitsgewinn lernen könnte, oder ob sich da Jahrzehnte des „falschen“ Schreibens zu tief ins Bewegungsgedächtnis eingebrannt haben?

Im Moment leider nur von außen schön. Das Schloss ist 1982 komplett ausgebrannt und seitdem eine unbegehbare Baustelle. Das soll sich aber nächstes Jahr ändern, und die Parkanlage ist jetzt schon einen Besuch wert.

Schloss Altenstein, Bad Liebenstein // svenbuechler.de (CC BY-NC-SA 3.0)

Laut aktuellem Jahresbericht der Bundesnetzagentur betrug das übertragene Datenvolumen 2016 im deutschen Mobilfunknetz 918 Millionen GB. Im Festnetz waren es mehr als 22 Milliarden GB oder – vielleicht besser? – mehr als 22.000 Millionen GB. Und beides hat sich in den letzen zwei Jahren grob verdoppelt.

Im Heise-Forum gab es viel Grün für die meiner Vermutung nach etwas dünkelhafte Ansage, es sei eines IT-Magazins unwürdig, das nicht in Petabyte anzugeben. Nun unterstelle ich Heise mal, nicht ausschließlich Informatiker ansprechen zu wollen. Aber selbst wenn das so wäre: inwieweit spielen Petabyte in deren Alltagserfahrung eine Rolle? Also abseits der Tatsache, das irgendwann mal gelernt zu haben? Okay, im „Rechenzentrum der Superlative“ der Telekom können zumindest rund 100 Angestellte vielleicht was damit anfangen. Das kommt auf 150 Petabyte. Aber ich denke, dass für die Mehrzahl selbst der Fachleute Gigabyte (oder vielleicht Terabyte) durchaus Sinn machen.

Frage an vielleicht mitlesende Informatiker: liege ich da falsch? Und Zusatzfrage: wie wird das in der wissenschaftlichen Literatur gehandhabt?

Uli Hoeneß erklärte – bei einem Galadinner in Liechtenstein -, dass in seinem Fall ein Freispruch völlig normal gewesen wäre. Schließlich habe er sich selbst angezeigt und eine Strafe bezahlt, zudem mit seinem Geschäften unter dem Strich Verluste gemacht. Und auf eine Revision habe er nur mit Rücksicht auf seine Familie verzichtet und sei deswegen freiwillig ins Gefängnis gegangen. Ein missverstandenes Opfer von Medien und Justiz also. 

Nun ist der Mann ja auf Bewährung draußen. Gehört eine gewisse Reue und Schuldeinsicht nicht zur dafür nötigen positiven Sozialprognose? Nicht, dass ich deren Widerruf erwarten würde. Aber wie wäre das denn bei normalen Menschen?