Das Lesen von Internetseiten im Feedreader hat auch seine Nachteile. So ist mir doch bisher tatsächlich xkcd: What if? entgangen. (Dank an el-flojo für die Behebung dieses Missstandes)

Hier beantwortet xkcd-Zeichner Randall Munroe nämlich gewohnt amüsant und fundiert Leserfragen unter Zuhilfenahme von Physik und Mathematik. Zum Beispiel: Wie viele Drucker braucht man, um eine ausgedruckte (englische) Wikipedia auf Papier aktuell zu halten? Erstaunlicherweise reichen dafür schon sechs Drucker, das Problem bei dem Projekt wären vielmehr die Druckkosten.

Weitere Beispiele: Wann wird die Bandbreite des Internets die von FedEx überschreiten (wenn überhaupt) oder Wie detailliert wären die Bilder des Hubble Teleskops, wenn man es auf die Erde richten würde?

Um hoch aufgelöste Bilder und Videos von entfernten Himmelskörpern zu machen, braucht man neben entsprechenden Kameras auch die Möglichkeit, die anfallenden Daten zu übertragen. Und weil man da mit Radiowellen nicht mehr weiter kommt, setzt man bei der NASA jetzt auf Laser. Damit gehen dann aktuell 622 MBit/s Downstream und 20 MBit/s Upstream für die Kommunikation mit einer Sonde im Mondorbit.

Wer hingegen mit einer mobilen Datenflat unterwegs ist, hält bitte vor dem Anklicken des folgenden Links kurz inne: Eine Mondumdrehung, GIF’d (Achtung! 19.3MB!!).

Prof. Dr. Hanns Ruder will mal ein paar schöne Bilder zeigen und ein bisschen erzählen, was es in der Astronomie so gibt. Und da gibt’s so einiges. Fängt etwas gemütlich an, wird aber eine interessante kleine Reise durch unser Universum mit vielen Surftipps. Astronomie finde ich ja im Moment total spannend.

Florian Freistetter hat eine hochinformative Zusammenfassung zum gestrigen Meteor veröffentlicht. Wie immer einfach verständlich und wärmstens zur Lektüre empfohlen:

Momentan ist das folgende Szenario das wahrscheinlichste, um die Ereignisse in Russland zu erklären. Um 4 Uhr 20 mitteleuropäischer Zeit traf ein etwa 15 Meter großer Asteroid über der Region Tscheljabinsk auf die Atmosphäre der Erde. Er bewegte sich zu diesem Zeitpunkt mit einer Geschwindigkeit von etwa 18 Kilometer pro Sekunde und traf die Erde in einem relativ flachen Winkel. In ungefähr 50 Kilometer Höhe begann das etwa 7000 bis 10000 Tonnen schwere Objekt auseinanderzubrechen. Vom Boden aus konnte man nun einen Meteor sehen. Er wurde schnell heller und die Lichterscheinung dauerte knapp 30 Sekunden. Die meiste Energie des Airburst wurde in 15 bis 20 Kilometer Höhe freigesetzt und entsprach einer Explosion mit einer Stärke von 300 bis 500 Kilotonnen TNT Äquivalent (die Atombombe von Hiroshima hatte eine Sprengkraft von etwa 15 Kilotonnen TNT Äquivalent). Die Druckwelle des Airburst erreichte den Boden einige Sekunden bis Minuten später (deswegen hört man auf den Videos den Knall auch oft erst lange nach der Lichterscheinung).

Über dem Ural ist heute Morgen ein Meteoritenregen niedergegangen. Dabei ist ein größeres Objekt in der Erdatmosphäre auseinandergebrochen, und der weitere Flug der Bruchstücke wurde vielfach gefilmt. Das wohl bestdokumentierte Ereignis dieser Art. Die Druckwelle war so stark, dass Fensterscheiben zu Bruch gegangen sind und viele hundert Menschen verletzt haben.

Und die umfassende Dokumentation dieses historischen Ereignisses verdanken wir korrupten Polizisten!

Zahlreiche Pendler filmten den Meteoriten eher zufällig: Viele Russen haben in ihren Autos Videokameras installiert, um im Falle von Verkehrsunfällen ihre Unschuld beweisen zu können – oder um korrupte Verkehrspolizisten zu überführen.

Die NASA hat einen Planeten in einer habitablen Zone entdeckt, der einige Ähnlichkeiten mit unserer Erde aufweist. Allzu große Euphorie ist allerdings nicht angesagt, denn über die Zusammensetzung des Planeten ist noch nichts bekannt.

Das gilt natürlich auch für die in Kürze noch zu erwartenden Entdeckungen, denn gefunden wurde der Planet bereits wenige Tage nach dem ersten Einsatz des Weltraumteleskops Kepler im März 2009. Um einen Fund zu bestätigen beobachtet man aber drei Umdrehungen eines Planeten um seine Sonne, insofern könnten wir nächstes Jahr noch den ein oder anderen „Erdzwilling“ kennenlernen.