Ein Parteitag der Kommunistischen Partei in China ist die beste Gelegenheit, die Zensur im Land zu untersuchen. Ein Wissenschaftler der Havard-Universität hat dazu in China ein Forum eröffnet und Interessantes berichtet. So rieten ihm die chinesischen Entwickler des Forums, zwei bis drei Zensoren pro 50.000 Nutzer einzustellen – was landesweit 50.000 bis 75.000 Zensoren bedeutet und vielleicht auch eine Orientierung für den Personalbedarf unserer maaslosen Internetzensur liefert.

Auch interessant: Kritische Meinungsäußerungen werden nicht so streng zensiert, wie gedacht. Hier geht es eher um Beiträge, die zu Aktionen oder Versammlungen aufrufen.

Ihr kennt vielleicht die Anekdote, dass die Amerikaner Unsummen für einen Kuli ausgegeben haben, der auch in der Schwerelosigkeit schreibt, während die Russen einfach Bleistifte genommen haben. Daran muss ich denken, wenn ich lese, dass die Chinesen erst jetzt normale Kulis selbst bauen können

[…] also auch das kleine Stahlkügelchen an der Kulispitze. Es muss besonders präzise, rund und aus sehr hartem Stahl gefertigt werden.

Wie bei den Russen sicher nur eine Frage der Prioritäten, aber wer hätte gedacht, dass die beliebten Werbegeschenke ein Stück High-Tech sind. 

Immer wenn man denkt, alberner kann der Eso-Quatsch nicht werden, kommt jemand mit einer neuen Idee um die Ecke. Diabetikerin stirbt nach chinesischer Prügeltherapie.

Sogar in akuten Notfällen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall könne es helfen, Armbeuge, Kniekehle oder andere Körperteile so lange mit Schlägen zu bearbeiten, bis riesige Hämatome entstehen und „Körpergifte“ abgeführt werden, um „die Energie wieder fließen zu lassen“.

Unbeeindruckt von den saudischen Drohungen, Investitionen aus den USA anzuziehen, hat der Kongress für eine Strafverfolgung von Saudis in Sachen 9/11 gestimmt. Das Repräsentantenhaus muss noch zustimmen, Obama hat aber bereits sein Veto angekündigt.

Nach dem US-Finanzministerium sollen es aber nur 116,8 Milliarden sein, seit 2004 hat Saudi-Arabien kräftig in US-Staatsanleihen investiert. China hält hingegen 1,2 Billionen, Japan 1,1 Billionen. So viel zur Abhängigkeit.

Privatisierung: Griechenland verkauft Hafen Piräus an chinesische Reederei

Der Vertrag ist unterzeichnet: Der größte griechische Hafen Piräus gehört nun zum größten Teil der chinesischen Großreederei Cosco. Der Verkauf von Staatseigentum war eine Bedingung des Griechenland-Hilfspakets.

[Spiegel Online]

Der Verkauf von Staatseigentum ist ja eigentlich eine prima Sache – aber doch nicht nach China! Wie konnte denn das passieren? Wenn Griechenland von unseren Politikern und mit unseren Steuergeldern zugrunde gerichtet wird, haben gefälligst auch unsere Unternehmen davon zu profitieren. Sonst könnten wir ja genauso gut Politik für Menschen statt Konzerne machen.

Illegaler Fischfang: Argentinische Küstenwache versenkt chinesisches Schiff

Die argentinische Küstenwache hat einen chinesischen Trawler  versenkt. Vorausgegangen waren mehrere Aufforderungen zum Beidrehen und ein Warnschuss. Die Crew konnte gerettet werden.

[Spiegel Online]

Der Trawler soll sogar versucht haben, das Küstenschutzboot zu rammen. smile

Was – zumindest für mich – im Artikel nicht so klingt: dass Argentinien eine exklusive 200-Meilen-Wirtschaftszone vor seiner Küste beansprucht, ist nicht außergewöhnlich und im Seerecht geregelt.

Chinas Stützpunkt: Peking errichtet Militärbasis in Dschibuti

In dem strategisch perfekt zwischen dem Roten Meer und dem Golf von Aden gelegenen Kleinstaat Dschibuti wird es eng. Nach den Franzosen, die das Land von der halben Größe der Schweiz einst als Kolonialmacht beherrschten, und den USA, die dort ihre einzige Militärbasis auf afrikanischem Boden unterhalten, will nun auch China den Küstenstaat als Stützpunkt nutzen – es wird die erste chinesische Militärbasis außerhalb der Volksrepublik sein.

[FR Online]

Irgendwo habe ich aktuell gelesen, dass die Bauarbeiten im Februar begonnen haben – finde ich aber nicht mehr.

Die Dimensionen in China beeindrucken mich ja immer wieder. Das Siedlungsgebiet von Peking hat sich zwischen 2000 und 2009 vervierfacht. Im Ergebnis fallen die Winter dort jetzt drei bis vier Grad wärmer aus als in den 90ern, und auch der Smog freut sich:

Gebäude blockieren zudem Luftströmungen. Die seit 2000 gewachsenen Siedlungen hätten den Wind um ein bis drei Meter pro Sekunde abgeschwächt, berichten Jacobson und seine Kollegen, das entspricht zwei Windstärken.