Zumindest ist IM Friedrich in seinem religiösen Eifer konsequent: Nach der Bevorzugung christlicher Bewerber in seinem Ministerium, will er nun auch bei den syrischen Flüchtlingen Christen bevorzugen. Und um seine Botschaft unmissverständlich klar zu machen, ermuntert er Polizisten zum Bibellesen. Mir wäre ja eine regelmäßige Lektüre des Grundgesetzes lieber.

Im Bundesinnenministerium werden christliche Bewerber bevorzugt. Was noch beschönigend formuliert ist, denn tatsächlich scheint es das einzige Kriterium zu sein. Ein paar erfolgreiche Bewerber:

Der Erste hat im Assessment-Center den Sprachtest mit einer Vier minus vermasselt und somit die zwingende Einstellungsvoraussetzung “gute Englisch-Kenntnisse” gerissen. Den Job bekam er trotzdem. Der Zweite schaffte eine Drei bis Vier in Englisch und hatte im Vorauswahlverfahren unter 470 Bewerbern eher durchschnittlich abgeschnitten – er wurde eingestellt. Eine Dritte kam in Englisch auf ein Ausreichend, ihre Punktzahl im Vorauswahlverfahren war eher bescheiden. Auch sie ist jetzt dabei.

Mit dem Vorauswahlverfahren war übrigens das Bundesverwaltungsamt betraut, das anhand festgelegter Kriterien 80 der insgesamt 670 Bewerber für das Assessment-Center bestimmt hatte. Das Ministerium hat die Liste dann über Nacht noch schnell neu zusammengestellt.

Während man bei uns ja immer wieder von den üblen Arbeitsbedingungen in der Paketbranche hört, scheinen mir da in Amerika geradezu paradiesische Zustände zu herrschen: Pakete der Schuhfirma Atheist werden in den USA mit entsprechender Kennzeichnung später ausgeliefert als ohne. Da ist der Druck offenbar noch nicht so immens, wenn die Mitarbeiter Zeit finden, einzelne Sendungen auszusortieren und die spätere Zustellung zu regeln.