Also mir wird er ja fehlen, der Tebartz. Nicht nur, weil wir mit ihm einen der profiliertesten Streiter für die Sache des Laizismus verlieren – er hat sogar während seiner Beurlaubung noch einen neuen Dienst-BMW bestellt – sondern auch, weil wir jetzt natürlich alle doppelt zahlen dürfen: seine Pension plus das Gehalt seines Nachfolgers in Limburg.

An dieser Stelle empfehle ich auch den Vortrag „Staat und Kirche“ von Ingrid Matthäus-Maier auf dem Deutschen Humanistentag 2013.

Mit Glauben ist kein Staat zu machen. Ein starkes Essay von Ingrid Matthäus-Maier zur Notwendigkeit einer Trennung von Kirche und Staat:

Die enge Verbindung zwischen Staat und Kirche findet sich in vielen Lebensbereichen. In der Steuerpolitik mischen sich die Kirchen immer schon kräftig ein, weil sich die Kirchensteuer nach der Lohn- und Einkommensteuer richtet. Aus meiner Zeit als Vorsitzende des Finanzausschusses des Bundestages kann ich ein Lied davon singen, dass die Kirchen bei Steueränderungen sich nicht schämten, Steuersenkungen für Kleinverdiener und Kinder zu torpedieren: Ihr Kirchensteueraufkommen würde dann ja auch sinken.