Wo bekommt man heute außer bei mail.ru eigentlich noch eine Freemail-Adresse ohne Angabe einer Handynummer? Ich will das ja einfach nicht – aber es soll doch auch Menschen ohne Handy geben.

Update: Problem gelöst. Danke, DigitalNative!

Alle drei vorgeschlagenen Dienste scheinen tatsächlich ohne Handynummer auszukommen, ich habe mich für ProtonMail entschieden. Die wollen außer dem gewünschten Nutzernamen und einem Passwort exakt gar nix wissen. Die Auswahl war auch etwas eingeschränkt, weil man bei freeola kostenlos nur Mails empfangen kann und eine Anmeldung bei easy wegen Serverproblemen gerade nicht möglich war. wink

Und Mailinator ist ein super Tipp für Wegwerfadressen, weil man die gewünschte Adresse vorher nicht erst angelegen muss. Einfach kauderwelsch@mailinator.com angeben und dann auf der Seite gucken, was kommt. Die Mails sind für alle zugänglich, die die Adresse kennen und werden nach ein paar Stunden gelöscht. Aus den FAQ:

This sounds pretty insecure, what if I want to send important emails with sensitive super-secret information in them to Mailinator?

Then you are a stupid-head. That isn’t what this is for.

Das Miniatur Wunderland Hamburg lässt sich auch mit Google Street View erkunden. Natürlich fehlen die fahrenden Züge, die bewegten Elemente und die wechselnde Beleuchtung der Anlage – dafür hat man aber mehr Zeit, sich in den Details zu verlieren. smile

Auch ein Google-Rechenzentrum lässt sich so besichtigen. Und wer richtig viel Zeit und Langeweile hat, kann ja mal checken, ob man sich wirklich um die ganzen 27 km des Large Hadron Collider klicken kann. [via makeuseof]

Kritische Lücke gefährdet Antiviren-Produkte von Symantec und Norton. Um die habe ich ja schon einen weiten Bogen gemacht, als ich noch Windows genutzt und an sowas geglaubt habe. Das wird doch sowieso keiner mehr nutzen, denke ich mir so. Aber wir gefehlt:

Ormandy zufolge sind die Plattformen Linux, Mac OS X, Unix und Windows gefährdet.

Norton Antivirus für Linux!1!! Ich kann nicht mehr… bigsmile

WordPress: Ein Viertel des Internets ist Anfällig für Manipulation, Datenraub und Spionage

Betriebssystem („content management system“) WordPress: Rat und Gegenmaßnahmen gegen „Black SEO“ (negative Beeinflussung anderer Webseiten gegenüber Google), flächendeckenden „Daten-Abbau“, Manipulation und Spionage.

[Radio Utopie]

WordPress härten ist doch mal ein sinnvolles Wochenendprojekt.

Offene WLAN-Netze: EuGH-Generalanwalt will Störerhaftung einschränken

In seinem Schlussantrag argumentiert der Generalanwalt beim Europäischen Gerichtshof gegen die Störerhaftung für Anbieter kostenloser offener WLAN-Netze. Die Pflicht zur Unterbindung von Rechtsverletzungen bedeute zu große Einschränkungen.

[Heise]

Wenn das Gericht dem folgt, bin ich ja mal auf das Rumgeiere unserer Geliebten Bundesregierung gespannt, um an der Störerhaftung dennoch fest zu halten.

Rechtspopulistische Gesprächsstrategien – Eine Übersicht

Wer in Sozialen Netzwerken kommentierend unterwegs ist, begegnet ihnen überall: Es gibt eine ganze Reihe rechtspopulistische Gesprächsstrategien, deren Ziel es ist, einen vernünftigen, sachlichen Austausch zu Themen wie Geflüchtete, Rechtsextremismus oder Minderheitenschutz unmöglich machen. Gehen Sie diesen Strategien nicht auf den Leim und stecken Sie Ihre Zeit in sinnvolle Diskussionen – eine Übersicht.

[Netz gegen Nazis]

Taugt nicht nur in Sozialen Netzwerken und auch nicht nur gegen Rechtspopulisten. wink

Gerichtsurteil: „Social-Plugins“ dürfen keine Daten ohne Zustimmung erheben

Das Landesgericht Düsseldorf hat in einem Urteil (Az. 12 O 151/15, pdf) die direkte Einbindung von „Social Plugins“ auf Webseiten für unzulässig erklärt. Die Verbraucherschutzzentrale NRW hatte gegen das Bekleidungsunternehmen Peek & Cloppenburg geklagt, weil schon beim einfachen Aufrufen der Internetpräsenz Daten über das Online-Verhalten der Nutzer an Facebook weitergeleitet werden.

Ein erfreuliches Urteil, das hoffentlich Bestand hat, im Moment ist allerdings noch nicht einmal rechtskräftig ist. Und im Endeffekt beträfe das ja alle eingebetteten Inhalte, was bestimmt noch lustig wird.

Ich binde Videos seit einiger Zeit nur noch über ein verlinkte Bilder ein, was vor dem Hintergrund offenbar eine gute Idee ist. Sieht auch nicht so doof aus, wenn wieder mal ein Video verschwindet. wink

Warum nicht einfach mal die Buchhaltung eines Konzerns anmailen und eine Millionenüberweisung anordnen? Das hat jetzt schon mehrfach geklappt. Vorher hatten die Angreifer das Intranet gehackt, um Mails auszuspionieren und den Account des Vorstandschefs zu imitieren. Die abenteuerliche Geschichte:

Als Teil der Betrugsmasche werde in den Mails auf die absolute Vertraulichkeit der Angelegenheit hingewiesen. Darin sei in fehlerfreiem Deutsch die Rede von einer geplanten Konzern-Übernahme, über die ansonsten niemand im Unternehmen Bescheid wisse. Deswegen solle kein Kontakt zu anderen Mitarbeitern gesucht werden. Um die Absprache „gemäß den Richtlinien der Bankenaufsicht“ zu dokumentieren, müsse jeglicher Kontakt mit dem Vorstandschef ausschließlich per E-Mail erfolgen.

Social Engineering aus dem Lehrbuch. smile