Warum wir Hillary Clinton feiern sollten, erklärt uns zum Glück ein Kommentar bei Spiegel Online – denn alleine wäre ich mit der Frage echt überfordert. Aber die Antwort überzeugt:

Sie war Rechtsanwältin, Senatorin und Außenministerin, ist Mutter und Großmutter. Für dieses Leben und diese Karriere verdient sie Respekt. Und mit Sicherheit auch etwas mehr Begeisterung.

Außerdem ist sie natürlich eine Frau. Und wer wüsste besser als wir, dass mit einer Frau am Ruder alles besser wird. facepalm

Ich hoffe ja, dass Trump die Wahl gewinnt. Was er mit den USA macht, ist mir egal. Und außenpolitisch ist er wohl auch nicht radikaler als Clinton.

Dafür bietet er aber einen deutlich höheren Unterhaltungswert. Und es wäre schon lustig zu sehen, wie alle, die bisher gegen ihn gehetzt haben, dann unterwürfigst nach Washington reisen.

24 Jahre Erfahrung als Redakteur beim Focus – und dann als Einstieg in den neuen Job gleich so ein Eigentor:

„Ich beginne ab 1. Juni als publizistischer Berater für Frauke Petry zu arbeiten. Also als eine Art Spin-Doctor“, schreibt Klonovsky in einer Mail an SPIEGEL ONLINE.

Oder hat sich schon mal ein Spin-Doctor selbst als Spin-Doctor bezeichnet?

Kann aber sein, dass daraus nun eh nichts mehr wird, weil Petry zur Finanzierung ihres Presseteams Fraktionsgelder missbraucht haben soll.

Kritische Anmerkungen zur Ukraine-Berichterstattung? Da gibt’s nur eins – Leserkommentare abschalten oder zumindest kostenpflichtig machen:

Wir haben auch überlegt, ob man Kommentare gebührenpflichtig machen sollte und dafür eine eigene Community schafft, so dass zum Beispiel jeder, der etwas zu einem Thema beitragen möchte, für die Veröffentlichung seines Kommentars zahlt – und sei es nur einen Euro.

Habt Ihr schon mal was von Jugend TV gehört? Ich weiß ja nicht, was ich davon halten soll.

Eine Sekte stellt dubiose Videos mit Kindern für Kinder ins Netz. Deren krude Thesen: Hitler ist angeblich nicht schuld am Zweiten Weltkrieg, Handys sind gefährlicher als Atombomben und Ebola ist harmloser als die Grippe.

Das klingt übel, was FOCUS Online da schreibt. Und dass die Sekte für „eine Mischung aus radikal-christlichen und erzkonservativen Parolen“ stehen soll, macht die Sache nicht einladender. Was mich allerdings stutzig gemacht hat: unter den „neun gefährlichsten Thesen“ findet sich mit der Warnung vor RFID-Chips für die Überwachung von Menschen schon die erste, die ich mal als recht vernünftig einstufen will.

Und wenn ich dann auf der Seite von Jugend TV Themen wie „Wasserprivatisierung in Großbritannien“, „Medien berichten manipulativ über den Flugzeugabsturz in der Ukraine“, „Die Salamitaktik“, und „Neue Raketenschnellboote: Israel hofft auf deutsche Steuerzahler“ lese, beschleicht mich das Gefühl, dass da so mancher Jugendliche vielleicht besser informiert wird als der durchschnittliche Tagesschau-Konsument.

Vielleicht sollte ich mir die Sache mit den Impfungen und der Handystrahlung doch noch mal näher ansehen. wink (Danke, Dirk)

Ein Literaturhinweis für Tatort-Fans:

„Wir haben 500 der rund 900 Folgen nach bestimmten Kriterien untersucht und die Ergebnisse durch eine Datenbank statistisch auswertbar gemacht“, sagt Scherer, der zu Hause jede Folge im Schrank stehen hat. Untersucht wurden thematische Aspekte wie etwa die Rolle des Extremismus, der Religion, der Figurendarstellung, die Logik der Polizeireviere, aber auch Bildästhetik, Kameraarbeit und erzählerische Qualität. Die detaillierten Ergebnisse erscheinen im Oktober in Form zweier Bücher („Zwischen Serie und Werk“ von Claudia Stöckinger (Hg.), erschienen bei Transscript, und „Föderalismus in Serie“ von Stefan Scherer u. a., Wilhelm Fink Verlag).