Die österreichische SPÖ will eine Frauenquote für die Sitze im Parlament. Anfangs 35 Prozent, später dann natürlich halbe-halbe.

Ich weiß ja nicht, wie die Dinge in Österreich liegen. Aber bei uns haben es ja nicht mal die Grünen geschafft, auch nur eine Gegenkandidatin zu Göring-Eckardt für den sicheren Quotenplatz an der Parteispitze zu finden. Und um den Anschein innerparteilicher Demokratie zu wahren, unterstelle ich ihnen da durchaus ein gewisses Interesse.

Der österreichische Innenminister hat überzeugende Argumente für eine flächendeckende Videoüberwachung.

Ein Grund, den Sobotka für die von ihm geforderte Videoüberwachung anführt, ist, dass ihm vor Jahren ein Unbekannter regelmäßig vor seine Haustüre geschissen hat. Abhilfe hat im Hause Sobotka eine Videokamera im Eingangsbereich geschaffen. Daraus leitet der Innenminister ab, dass Videokameras auch bei nicht fäkalienbasierten Problemen die richtige Lösung sein müssen.

Die Stichwahl für das Präsidentenamt in Österreich muss wiederholt werden. Es gab da ein paar kleinere Probleme bei der Auszählung.

Die FPÖ hatte das Wahlergebnis zunächst akzeptiert, dann aber doch eine Klage angekündigt, weil es nach ihrer Ansicht Ungereimtheiten bei der Durchführung der Wahl in 94 der insgesamt 117 Wahlbezirke gegeben hatte. So waren schon vor dem gesetzlichen Termin Stimmzettel sortiert und ausgezählt worden, teilweise in Abwesenheit der Wahlbeisitzer, nur um möglichst schnell fertigzuwerden.

In diesem Monat gab es schon zwei mysteriöse Ausfälle des Radars bei mehreren europäischen Flugsicherungen. Betroffen waren Wien, Bratislava, Prag, München und Karlsruhe am 5. und 10. Juni. Bei den Österreichern ging es um jeweils fast eine halbe Stunde:

Wie die Wiener Zeitung „Kurier“ berichtete, schaltete die Flugsicherung auf Handbetrieb um, zusätzliche Fluglotsen wurden eingesetzt und Sicherheitsabstände vergrößert. Per Sprechfunk seien die Positionen der Maschinen abgefragt worden.

Schön, dass die so was heute noch lernen.

Verteidigung des Tages: Nein, ich habe mich nicht bestechen lassen, ich bin nur zum Schein auf das Angebot eingegangen, um einen feindlichen Angentenring zu sprengen. Vorgetragen vom ehemaligen österreichischen Innenminister Ernst Strasser, der wegen Korruption trotzdem zu vier Jahren verurteilt wurde. Er hatte zwei verdeckt recherchierenden Journalisten die Einflussnahme auf EU-Gesetze für 100.000 Euro pro Jahr angeboten.

Gut, dass uns solche Peinlichkeiten erspart bleiben.

Frohe Kunde für alle Pastafaris: In Österreich wurde einem Glaubensbruder ein Nudelsieb auf dem Kopf als religiöse Kopfbedeckung anerkannt. Er hatte ein entsprechendes Foto für seinen Führerschein eingereicht und musste nur drei Jahre warten. Aber das wäre bestimmt schneller gegangen, wenn er korrekterweise einen Piratenhut getragen hätte. Ramen!

(via)

Update: Auch Atheisten sagen nicht immer die Wahrheit.