Anwendungsbeobachtungen: Unsinnige Studien, üppige Honorare für Ärzte

Die Pharmaindustrie zahlt jährlich etwa 100 Millionen Euro an Ärzte in Deutschland für die Mitarbeit an umstrittenen Studien. Etwa 17.000 Mediziner haben 2014 davon profitiert. Kritiker sprechen von einer Form legaler Korruption.

[tagesschau.de]

Zur Orientierung: 2014 gab es rund 365.000 berufstätige Ärzte in Deutschland.

Meinen letzten Hausarzt wechselte ich übrigens nach seiner Frage, ob es denn auch was Homöopathisches sein dürfe. Noch mal will ich nicht ….

Autodidaktische Tastaturschreiber können Leistungen erreichen, die mit Zehn-Finger-Schreibern vergleichbar sind, haben finnische Wissenschaftler herausgefunden. Das gilt auch, wenn sie weniger Finger oder abenteuerliche Techniken nutzen. Und auf die muss man erst einmal kommen.

Da sind etwa diejenigen, die mit dem linken Daumen die linke Shift-Taste drücken, also einmal mit der ganzen Hand neben die Tastatur greifen. Oder solche, die Leerzeichen stets mit dem Zeigefinger setzen oder mit beiden Daumen zugleich. Oder die Kandidaten, welche kategorisch die Hochstelltaste zur Großschreibung verwenden.

Wissenschaftler der Universität Jena haben eine Untersuchung über Bedrohungslagen für die Demokratie in Thüringen verfasst.

Die Wissenschaftler schreiben, das öffentliche Auftreten, Handeln und die Ideologie der AfD in Thüringen seien geprägt durch Fraktionschef Höcke und von dessen Äußerungen. Die AfD habe sich zumindest in Teilen von einer rechtskonservativen zu einer rechtsextremistischen Partei entwickelt, meinen die Forscher. Distanzierungen vom völkischen Nationalismus Höckes seien aus der Fraktion bisher nicht bekannt.

Derweil hat die AfD-Spitze auch auf die rassistischen Entgleisungen Höckes reagiert und sie als „politische Torheit“ kritisiert. Na, wenn das nicht gesessen hat. Das wird er sich beim nächsten Mal bestimmt zweimal überlegen.

Mit der Medienkompetenz der Digital Natives ist es nicht weit her, hat eine britische Studie herausgefunden.

Nur ein Drittel der Befragten im Alter zwischen zwölf und 15 Jahren konnte beim Benutzen von Google korrekt zwischen einem tatsächlichen Suchergebnis und Werbung unterscheiden. In der Altersgruppe der Acht- bis Elfjährigen war der Anteil noch geringer: Dort kannte nur ein Fünftel den Unterschied.

Dass im sportlichen Kampf gegen den Ostblock auch bei uns mit staatlicher Förderung gedopt wurde, finde ich jetzt nicht wirklich überraschend. Tief beeindruckt bin ich aber vom Einfallsreichtum der damaligen Sportmediziner:

Andere Sportler ließen Experimente zu. Etwa die Schwimmer. Aktion „Luft-Klistier“ hieß das etwas unappetitliche Projekt, bei dem den Athleten Luft in den Hintern geblasen wurde um den Auftrieb zu verbessern. Was im Trainingslager vor Montreal bestens funktionierte, klappte dann bei den Spielen 1976 nicht wie gewünscht. Pikant, dass die Studie jetzt öffentlich macht, dass das Bundesinnenministerium (BMI) damals 250 000 Mark für die Luft-Nummer bewilligte.