Wenn sich Merkel darüber Gedanken macht, ob die in einem Auto produzierten Daten dem Autohersteller oder dem Softwarehersteller gehören, spielt der Nutzer als Option schon längst keine Rolle mehr. Und nachdem wir das im Sinne der Unternehmen bestimmt bald gesetzlich großzügig geregelt haben werden, stellt sich nur noch Frage, was sie dann damit machen dürfen. Die US-Republikaner haben sich da mal ein paar wegweisende Gedanken gemacht.

Sollte das Repräsentantenhaus auch zustimmen, dürfen die Unternehmen Nutzerdaten wie Browserverlauf und App-Nutzung ohne Einwilligung der Kunden weiterverkaufen.

Wäre ich für das angeschlagene Image der Waffenindustrie verantwortlich, würde ich ja ihre Segnungen für den Alltag der Menschen in den Vordergrund rücken. Wie bei der Raumfahrt. Die Hochgeschwindigkeitskamera verdanken wir zum Beispiel der Kernwaffenforschung. Weil die Geschwindigkeit normaler Kameras nicht ausgereicht hat, um die ersten Momente einer Atomexplosion aufzulösen. Die Bilder mussten aber nicht nur schneller werden:

Die Herausforderung, diese enormen Helligkeitsunterschiede korrekt abzubilden und die Filme robust gegen Strahlung zu machen, sollte die Fotografie revolutionieren.

Dafür wurde in Hollywood sogar eigens ein geheimes Filmstudio gegründet.

Wenn man Hollywood an der Stelle glauben darf, bedanken sich US-Präsidenten bei politischen Weggefährten für kleinere Gefallen ja mit einem Botschafterposten. Trump hat sich da etwas Luft verschafft und mit seiner Amtseinführung fristlos alle 80 US-Botschafter gefeuert. Da die Liste politischer Freunde bei Trump aber eher kurz ausfällt, wird das bestimmt lustig, wenn er jetzt mit seinen Buddies um die Ecke kommt. Schwarzenegger in den Vatikan ist doch schon mal eine schöne Idee. Obwohl ich mir ja nicht sicher bin, ob das so noch stimmt.

Fefe weist passend zum Thema gerade noch darauf hin, dass die komplette Führungsriege des US-Außenministeriums zurückgetreten ist.

Obama hat seine Bilanz noch ein wenig aufpoliert und Chelsea Manning begnadigt. Bravo! Julian Assange hatte für den Fall übrigens angekündigt, sich an die USA ausliefern zu lassen. Ich bin gespannt.

Was ich mich frage: Hätte er Snowden – Wille und Mut vorausgesetzt – auch begnadigen oder entlasten können? Denn gegen ihn gibt es ja kein Urteil.

Update: Assange möchte doch in der Botschaft bleiben. Verständlich. Hätte er den Mund nur nicht so voll genommen.

Schon mal was von Green Card Soldiers gehört? Das sind Einwanderer, die in den USA zur Armee gehen, um für die begehrte Green Card zu sterben kämpfen. Viele Veteranen werden danach dann trotzdem ausgewiesen.

Das Prinzip kannte ich bisher nur von den Franzosen mit ihrer Fremdenlegion. Und weil es sowas bei uns nicht gibt, müssen wir halt mit Minderjährigen auffüllen.