Wäre ich für das angeschlagene Image der Waffenindustrie verantwortlich, würde ich ja ihre Segnungen für den Alltag der Menschen in den Vordergrund rücken. Wie bei der Raumfahrt. Die Hochgeschwindigkeitskamera verdanken wir zum Beispiel der Kernwaffenforschung. Weil die Geschwindigkeit normaler Kameras nicht ausgereicht hat, um die ersten Momente einer Atomexplosion aufzulösen. Die Bilder mussten aber nicht nur schneller werden:

Die Herausforderung, diese enormen Helligkeitsunterschiede korrekt abzubilden und die Filme robust gegen Strahlung zu machen, sollte die Fotografie revolutionieren.

Dafür wurde in Hollywood sogar eigens ein geheimes Filmstudio gegründet.

Wenn man Hollywood an der Stelle glauben darf, bedanken sich US-Präsidenten bei politischen Weggefährten für kleinere Gefallen ja mit einem Botschafterposten. Trump hat sich da etwas Luft verschafft und mit seiner Amtseinführung fristlos alle 80 US-Botschafter gefeuert. Da die Liste politischer Freunde bei Trump aber eher kurz ausfällt, wird das bestimmt lustig, wenn er jetzt mit seinen Buddies um die Ecke kommt. Schwarzenegger in den Vatikan ist doch schon mal eine schöne Idee. Obwohl ich mir ja nicht sicher bin, ob das so noch stimmt.

Fefe weist passend zum Thema gerade noch darauf hin, dass die komplette Führungsriege des US-Außenministeriums zurückgetreten ist.

Obama hat seine Bilanz noch ein wenig aufpoliert und Chelsea Manning begnadigt. Bravo! Julian Assange hatte für den Fall übrigens angekündigt, sich an die USA ausliefern zu lassen. Ich bin gespannt.

Was ich mich frage: Hätte er Snowden – Wille und Mut vorausgesetzt – auch begnadigen oder entlasten können? Denn gegen ihn gibt es ja kein Urteil.

Update: Assange möchte doch in der Botschaft bleiben. Verständlich. Hätte er den Mund nur nicht so voll genommen.

Schon mal was von Green Card Soldiers gehört? Das sind Einwanderer, die in den USA zur Armee gehen, um für die begehrte Green Card zu sterben kämpfen. Viele Veteranen werden danach dann trotzdem ausgewiesen.

Das Prinzip kannte ich bisher nur von den Franzosen mit ihrer Fremdenlegion. Und weil es sowas bei uns nicht gibt, müssen wir halt mit Minderjährigen auffüllen.

Warum wir Hillary Clinton feiern sollten, erklärt uns zum Glück ein Kommentar bei Spiegel Online – denn alleine wäre ich mit der Frage echt überfordert. Aber die Antwort überzeugt:

Sie war Rechtsanwältin, Senatorin und Außenministerin, ist Mutter und Großmutter. Für dieses Leben und diese Karriere verdient sie Respekt. Und mit Sicherheit auch etwas mehr Begeisterung.

Außerdem ist sie natürlich eine Frau. Und wer wüsste besser als wir, dass mit einer Frau am Ruder alles besser wird. facepalm

Ich hoffe ja, dass Trump die Wahl gewinnt. Was er mit den USA macht, ist mir egal. Und außenpolitisch ist er wohl auch nicht radikaler als Clinton.

Dafür bietet er aber einen deutlich höheren Unterhaltungswert. Und es wäre schon lustig zu sehen, wie alle, die bisher gegen ihn gehetzt haben, dann unterwürfigst nach Washington reisen.

Es gibt sie nicht nur in den dunkelsten Ecken des Internets – auch im Meatspace trifft man tatsächlich noch Mondlandungsleugner. Und weil mir das kürzlich passiert ist, habe ich mal wieder ein wenig nach der Mondlandung und Apollo 11 gegoogelt und ein paar interessante Links gefunden.

Da wäre zunächst die Live-Berichterstattung des WDR von 1969, und die ist wirklich herzallerliebst. Ein Dutzend stocksteifer Herren berichtet in einer Nüchternheit von der Mondlandung, die heute nicht mehr vorstellbar wäre und mich oft schmunzeln ließ. Aus der ursprünglich geplanten vier 4-Stunden-Sendung wurde ein 28-stündiger Fernsehmarathon, von dem es bei Youtube knapp 3,5 Stunden zu sehen gibt.

mondlandung1969Dann gab es 1992 ein echt schweres Strategiespiel namens Buzz Aldrin’s Race Into Space, die Umsetzung eines Brettspiels rund um den Wettlauf zum Mond zwischen den USA und Russland. Das gibt es als Race Into Space mittlerweile als Freeware-Remake für „Kommerz-, Hippie- und Hipster-OS“ (Urs Ganse). Und wer mit der natürlich angestaubten Grafik leben kann, findet hier viele Stunden herausfordernden Spielspaß für lau.

Zu guter Letzt bin ich noch auf die Webseite von Bernd Leitenberg gestoßen, der technische Details zu jeder Menge Raumfahrtmission bietet. Hier beispielsweise zur Saturn V oder aktueller auch zu Rosetta.

Ex-Nationaltorhüter Tim Wiese startet eine zweite Karriere als Wrestler in den USA. Ich kann den abgesprochenen und gescripteten Showkämpfen ja gar nichts abgewinnen, aber wenn es ihm Spaß macht, wünsche ich ihm alles Gute. Spannend finde ich, dass die Organisation dahinter nicht mal den Anschein echter Wettkämpfe erwecken will und sich tatsächlich World Wrestling Entertainment nennt.