Dass uns 2016 (mal wieder) einen neuen Temperaturrekord beschert hat, habt ihr sicherlich mitbekommen. Die New York Times hat dazu eine interessante und mir neue Form der Visualisierung mit den globalen Durchschnittstemperaturen seit 1880.

Screenshot: https://www.nytimes.com/interactive/2017/01/18/science/earth/2016-hottest-year-on-record.html

In Kanada sind 88.000 Menschen auf der Flucht vor Waldbränden. Große Teile von Fort McMurray sind bereits zerstört, und die Provinz-Regierungschefin klingt nicht optimistisch:

„Der Wiederaufbau geht schneller, wenn die Haupt-Infrastruktur wie das Klärwerk, das Krankenhaus oder Transportzentren noch stehen“, sagt Notley.

Die besonders starken Waldbrände sind die Folge extremer Wetterbedingungen und einer Veränderung des Klimas.

Update: Stadtgrenzen und Brandfläche unter anderem projiziert auf New York und London.

Thailand erlebt schlimmste Dürre seit 40 Jahren : Hilfe verzweifelt beim Wettergott gesucht

Auf dem Lande versuchen es die traditionellen Regenmacher mit Katzen in Käfigen – oder Pornografie: Kopulierende Lehmfiguren sollen den Wettergott so erzürnen, dass er sie hinwegspült. Die Verzweiflung ist groß.

[tagesschau.de]

Tja, leider den falschen Gott erzürnt. Denn das Prinzip funktioniert ja erwiesenermaßen.

Globale Temperaturen im Februar erreichen Rekordwert

Der Februar 2016 sei der bisher ungewöhnlichste Monat in einer Folge ungewöhnlicher Monate gewesen, so die Copernicus-Forscher. Weltweit kletterten die Durchschnittstemperaturen im Februar um fast 0,9 Grad über den langjährigen Mittelwert. Seit Oktober 2015 waren alle Monate wärmer als der entsprechende Monatsdurchschnitt seit Beginn der Aufzeichnungen gewesen.

Ist aber auch nicht alles schlecht: Am BER braucht man nämlich dringend jeden frostfreien Wintermonat. smile

Was für ein Winter. Mal wieder. Oder doch nicht? Ein Leser der NachDenkSeiten weist auf eine weitere Spielart der Medienpropaganda hin: Die Umdeutung normaler Winter in Wetterkatastrophen verschleiert die schlechtere technische Ausstattung des Winterdienstes infolge von Privatisierungen und Mittelkürzungen:

Und damals gab es weder auf den Autobahnen noch im Schienenverkehr oder bei der Versorgung entlegener Dörfer mit Strom größere Probleme. Es waren zu diesen Zeiten genügend Räumfahrzeuge einschließlich des sie bedienenden Personals, genug Streuvorräte und ausreichend beheizte Weichenanlagen sowie eine sorgfältig gewartete Strominfrastruktur vorhanden. Die Autobahnen waren, auch bei stärkstem Schneefall, innerhalb weniger Stunden geräumt und Ausfälle im Zugverkehr gab es praktisch keine.