Röttgen will sich offenbar nicht so einfach abfertigen lassen. Vielleicht bleibt ja wenigstens von der Geschichte mal was an Teflon-Merkel haften:

Röttgens Leute verbreiten, Merkel habe ihm weit vor der Wahl versichert, dass sie auf seine Dienste als Umweltminister nicht verzichte wolle. Er solle zwar den Menschen in NRW sagen, er wolle auf jeden Fall in Düsseldorf bleiben, um damit seine Wahlchancen zu verbessern. Ginge aber die Wahl verloren, werde sie ihn derart unmissverständlich zurück nach Berlin zitieren, dass er gar nicht anders könne, als ihrem Ruf zu folgen.

Im Herbst will sich Merkel auf dem CDU-Parteitag wieder zur Vorsitzenden wählen lassen, und einer ihrer vier Vertreter ist Röttgen. Vielleicht gucke ich mir das diesmal an.

Wolfgang Schäuble vor der gestrigen Dauerwerbesendung für Sarrazins neues Buch bei Jauch:

Entweder redet und schreibt Sarrazin aus Überzeugung einen himmelschreienden Blödsinn, oder er macht es mit einem verachtenswerten Kalkül.

Irgendwie befremdlich, Schäuble Recht geben zu müssen. Er spricht hier übrigens von Sarrazins erster Glanzleistung, nicht vom aktuellen Buch.

Eine Gruppe (mir) unbekannter Grüner fordert eine Kultursteuer für Konfessionslose. Eine Idee, deren Verfassungswidrigkeit die evangelische Kirche übrigens schon vor Jahren erkannt hat. Vielleicht sollte man mal die derzeititge Popularität von Verteilaktionen im öffentlichen Raum nutzen und ein paar Grundgesetze am Eingang des Reichstages unter die Abgeordneten bringen.

Interessante Frage: Wer koordiniert die Urheberrechtskampagne?

Die jetzige Kampagne dient deshalb wohl gerade auch dem Zweck, die notwendige Debatte über eine gesetzliche Stärkung des Urhebervertragsrechts zu verhindern. Es ist betrüblich, dass derart viele Intellektuelle dieser eher durchsichtigen Strategie auf den Leim gehen.

Und weil man es dieser Tage immer mal wieder brauchen kann, hier die aktuelle Beschlusslage der Piraten zum Thema Urheberrecht.

Update: Dem Trend zu Kampagnen und Petitionen folgend hier eine unterstützenswerte: Wir sind die Bürgerinnen und Bürger. Für ein Urheberrecht im Internet.