Eine Meldung von letzter Woche, die ich mir unbedingt noch notieren muss: Die Stasi wusste schon Mitte der 1980er über die Totalüberwachung durch die NSA Bescheid. Das ist schon hart, aber am besten gefällt mir, woher das MfS die Information hatte:

Eichner sah sogar eine Parallele zum Fall Snowden: Die Quelle war ein technischer Fernmeldeaufklärer der Bundeswehr mit relativ niedrigem Dienstgrad. Beim MfS war man sehr erstaunt, dass eine solche Person Zugriff auf ein derart brisantes Verzeichnis hatte.

Niedere Dienstgrade der Bundeswehr waren informiert, aber BND und Regierung wollen nichts gewusst haben.

Die OECD (!) kritisiert die soziale Ungerechtigkeit in Deutschland:

Die Arbeitslosenquote sei zwar niedrig, heißt es in dem Bericht. Problematisch seien jedoch der stark gewachsene Niedriglohnsektor und der hohe Anteil befristet Beschäftigter. Vor allem Minijobber, Alleinerziehende, Langzeitarbeitslose, Ältere und Zuwanderer liefen Gefahr, rasch in die Armut abzustürzen. Zudem verfügten 37 Prozent aller Haushalte über keinerlei Vermögen, heißt es. Dieser Anteil sei im internationalen Vergleich relativ hoch.

Anjana Iyer illustriert Wörter verschiedener Sprachen, die nicht ins Englische zu übersetzen sind. So gibt es im Tschechischen mit „Prozvonit“ ein Wort für das Anrufen und direkte Auflegen eines anderen, in der Hoffnung, dass dieser auf seine Kosten zurückruft. Und „Tingo“ beschreibt auf den Osterinseln das schrittweise Stehlen sämtlicher Habschaften seines Nachbarn durch Ausleihen ohne Rückgabe.

Auch deutsche Wörter sind dabei: Fernweh, Backpfeifengesicht, Schilderwald, Schadenfreude und – Waldeinsamkeit!? Sachen gibt’s.

Oh, da wird sich jetzt einer freuen. wink WordPress.com hat seit Kurzem die Smilies, die ich immer gesucht habe. Zumindest fast – an den Farben würde ich gerne noch ein bisschen drehen. Auf jeden Fall bleiben die jetzt so schon mal. Und was damit geht, steht hier.

Leider hat es WordPress trotz regelmäßigster Updates bisher noch nicht geschafft, die neuen Grinsebacken auch für selbstgehostete Installationen einzuführen. Abhilfe schafft bis dahin aber dieses Plugin.

Gewinne privatisieren, Verluste vergemeinschaften – was für Banken gut ist, kann für die Atommafia nicht schlecht sein. Und so wollen E.On, RWE und EnBW ihre Atomkraftwerke jetzt gerne einer Stiftung zuführen, um sich um die Rückbaukosten zu drücken. Dass wir den Mist letztlich auf die eine oder andere Weise ohnehin zahlen, dürfte klar sein – aber das ist schon dreist. Auch Thema im Neusprechblog.

Warum die Asiaten Go spielen und wir Schach. Den Wissenschaftlern ging es allerdings eher um die Frage, warum die Industrielle Revolution in England und nicht in China startete:

So ist der Nassreisanbau, der etwa 80 Prozent der weltweiten Reisproduktion ausmacht, sehr arbeitsintensiv, die komplexen Bewässerungssysteme erfordern intensive Kooperation der Bauern untereinander. Wer dagegen Weizen anbaut, braucht nur Regen und kommt mit deutlich weniger Arbeit aus, was ihn sehr viel unabhängiger von seinen Nachbarn macht. […] Der Weizenanbau, so die These des von Thomas Talhelm (University of Virginia) geleiteten Teams, habe im Westen eher den Individualismus, analytisches Denken und damit verbunden Innovation und Kreativität gefördert. Asiatische Gesellschaften seien dagegen stärker durch das Kollektiv und ganzheitliches Denken geprägt.

Da hat sich sicher irgend ein cleverer Personaler gedacht, hey, so richtige Superexperten bekommen wir nicht mit einer schnöden Stellenanzeige. Die müssen wir spielerisch herausfordern und so für einen interessanten und anspruchsvollen Job begeistern – und dann das: NSA ködert Kryptoexperten mit Uralt-Verschlüsselung. Und droht mit Fortsetzung:

Als Teil unserer Bemühungen, die Besten und Klügsten als neue Mitarbeiter anzuwerben, werden wir im Mai an jedem Montag entsprechende verschlüsselte Tweets verschicken.