Schon mal was von Phytomining gehört?

Das Prinzip ist einfach: Gewächse reichern während ihres Wachstums in Stängeln, Wurzeln und Blättern verschiedene Elemente an, die sie aus dem Boden ziehen. Dabei handelt es sich in erster Linie zwar um lebensnotwendige Stoffe wie Kalzium und Silizium. Aber die Organismen nehmen mit ihnen auch jene Elemente mit auf, die chemisch ähnlich sind.

Und das können auch Seltene Erden sein, die man aus den Pflanzen gewinnen will. Und so selten sind die ja gar nicht.

Auch in Sachsen gibt es Seltene Erden. Entdeckt wurde das 38.000 Tonnen große Vorkommen allerdings bereits in den 1970ern, und bemerkenswert ist es auch nur für europäische Verhältnisse.

Bei der Gelegenheit habe ich aber gelernt: So selten sind die Seltenen Erden gar nicht, jedoch sind die meist kleinen Vorkommen weit verstreut und der jeweilige Metallgehalt in den Erzen ist vergleichsweise gering. Dennoch ist das seltenste Element der Seltenen Erden immer noch häufiger als Gold oder Platin. Und die größten Vorkommen außerhalb von China gibt es in Australien.