Das Konzept eines Gewehrs mit krummem Lauf zum Schießen um die Ecke kannte ich bisher nur aus einem alten WK2-Agentenschinken und habe das für eine alberne Hollywood-Idee gehalten. Nun lerne ich, die Nazis haben tatsächlich einen Krummlauf für ein Sturmgewehr gebaut – mit den zu erwartenden Problemen:

Durch die Krümmung im Lauf wurden die abgefeuerten Projektile starker Reibung ausgesetzt und erhitzten sich so stark, dass sie letztlich beim Austritt zerplatzten. So entsprach die Ladung effektiv einer Schrotladung, was im nahen Feuerkampf kein Nachteil war. Der Verschleiß dieser Läufe war hoch.

Heutzutage lässt sich so eine Waffe natürlich mit Kamera und Monitor bauen, ohne wirklich den Lauf krümmen zu müssen.

Eben lief eine spannende Doku über die Starfighter-Affaire. Mir war gar nicht bewusst, was für Dimensionen das damals hatte. Aus dem Wikipedia-Artikel:

Bis 1991 waren 916 Starfighter bei der Bundeswehr im Einsatz, 300 gingen durch Unfälle verloren, davon 269 durch Abstürze. Einschließlich des letzten tödlichen Unfalls im Jahre 1984 verunglückten 116 Piloten tödlich (108 Deutsche und acht US-Amerikaner).